Neue CD: Vana Gierig: Making Memories

Vana Gierig: Making Memories

Vana Gierig: Making Memories (Enja Records). Der in München geborene Pianist Vana Gierig heißt eigentlich Werner. Aber seit vielen Jahren lebt er in New York, stieg 1998 in die Band der Jazzgeigerin Regina Carter ein, und legt hier ein überaus dichtes, stimmiges Album mit neun überwiegend langen, fein ausgearbeiteten Kompositionen vor.

Das Titelstück ist eine Suite mit spanisch angehauchter Melodieführung, die manchmal an Chick Coreas Album „My Spanish Heart“ erinnert. Flüssig swingende Passagen wechseln mit pointierten Latin-Einschüben. Das Auftaktstück „Declaration“ hebt mit einem romantischen Piano-Solo an, irgendwo zwischen Kammer- und Filmmusik, dann aber wird Gierig rhythmisch, bis hin zu Flamenco-Elementen wie den Palmas, dem charakterischen Handklatschen. Dabei hält er seine Komposition eingängig wie ein Chanson. Sein Spielwitz besticht wie bei den flinken Unisoni von „Texting While Driving“, „The Spell“ arbeitet mit brasilianisch angehauchten Motiven, aber er hat auch den Blues drauf, wie er in „Looking Back“ zeigt. Das ist nicht gerade Avantgarde, manchmal an der Grenze zum Kitsch, aber hinreißend gespielt, mit tollen Musikern, allen voran als Stargast Paquito D’Rivera an der Klarinette. -  Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare