Neue CD: Monika Roscher Bigband: Failure In Wonderland

Monika Roscher Bigband: Failure in Wonderland (Enja/Soulfood). Eigentlich hätte Monika Roscher ihr Projekt lieber „Die Kapelle der Verklärung“ genannt. „Bigband“ klingt der 1984 geborenen Gitarristin aus Franken zu „aufgeräumt“.

Hört man die erste CD, versteht man, was sie meint. Souverän bewegt sie sich zwischen den Genres, tritt wie eine Liedermacherin an in „Future3“ mit schepperndem Trip-Hop-Schlagzeug und aufgelösten Gitarrenakkorden, über die sie mit mädchenhafter Stimme singt. Kaum merklich schleichen sich die Bläser ein, und gerade, wenn einen die besinnliche Stimmung einzulullen droht, bratzt sie ab Minute 3:38 ein Solo hin, das Rockfans Freudentränen in die Augen treiben wird. Aber Roscher ist vor allem Teamspielerin. Ihr geht es um komplexe, suitenhafte Kompositionen, die mal nach Artrock der 70er klingen, sich dann wieder zu wagnerischen Akkordbergen aufwerfen, um in feine Soli zu münden. Das klingt so gar nicht nach einem Debüt. Es hat zwar die Frische, aber es ist zugleich intelligent erdacht und souverän umgesetzt. Von dieser Musikerin ist noch viel zu erwarten. ▪ Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare