Neue CD von Maria Markesini: Cinema Passionata

Maria Markesini: Cinema Passionata (Sony Classical). Die fragile Elfe, der auf dem Cover so malerisch das rote Haar vors Gesicht weht, kommt zwar aus Griechenland.

Aber produziert wurde diese schöne Album in den Niederlanden. Und wenn sie „Never On Sunday“ singt aus dem Film von Jules Dassin, dann orientiert sie sich weniger an der rauchigen Interpretation von Melina Mercouri als an den poppigen Fassungen zum Beispiel von Petula Clark. Maria Markesini knüpft bei den Diven an, bei Barbra Streisand, Doris Day und Shirley Bassey, schon dadurch, dass sie ihrem Album ein Thema gibt.

Und sie stellt sich allen Herausforderungen: „Slow Hot Wind“ aus „The Big Lebowski“ singt sie wie einen Bond-Song, großes Kino, leicht angejazzt, mit mächtig Orchester im Hintergrund. In einem Moment reizt sie das Pathos aus mit textlosen Kantilenen am oberen Rande ihres beachtlichen Stimmvolumens („With Wand’ring Steps“), im nächsten gibt es Lockerungsübungen à la Swingle Singers („Rolls“). Manchmal singt sie keine wirkliche Filmmusik – „Gee The Bee“ ist eine feine Jazzballade, inspiriert vom Film „Microcosmos“, aber selbst komponiert. „To Love“ und „I’m Not At All In Love“ fetzt sie hin, dass es eine Freude ist. Alles andere als nostalgisch: Diese Art gut gemachter Qualitätsmusik findet man viel zu selten. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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