Neue CD: Julian & Roman Wasserfuhr: Landed in Brooklyn

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Julian & Roman Wasserfuhr: Landed in Brooklyn - Foto: pr

Julian & Roman Wasserfuhr: Landed in Brooklyn (Act). Eine elegische Trompete über flirrenden Marimba-Akkorden: So hat man „Durch den Monsun“ von Tokio Hotel noch nicht gehört.

Julian & Roman Wasserfuhr: Landed in Brooklyn (Act). Eine elegische Trompete über flirrenden Marimba-Akkorden: So hat man „Durch den Monsun“ von Tokio Hotel noch nicht gehört.

Aus dem bemühten Rock der Teenieband von 2005 wird swingender Jazz, mit einem fiebrig-ekstatischen Saxophon-Solo, mit Rhythmuswechseln und Innehalten. Das klingt definitiv nicht nach dem Oberbergischen, sondern nach Metropole. Julian und Roman Wasserfuhr haben ihr Album „Landed in Brooklyn“ in New York aufgenommen, mit US-Musikern, darunter dem Saxophonisten Donny McCaslin, der als prägender Solist auf David Bowies letztem Album „Blackstar“ über die Jazzszene hinaus berühmt wurde. Hinzu kommt die Rhythmusgruppe Tim Lefebvre (b) und Nate Wood (d). Der Ausflug hat sich gelohnt. Bei den neun Songs klingen die Brüder rauer, rhythmusbetonter. Im klassischen Jazzquintett-Format erinnert der Sound an ein frühes Album von Chet Baker, einem Idol der Brüder, „Chet Baker in New York“. Schon „Bernie’s Tune“ mit seinem fließenden Groove zeigt die Richtung an. Julians Sound am Flügelhorn in „Tutto“ ist inspiriert, Romans Piano-Soli bekommen einen Extraschub Funk. Neben dem Tokio-Hotel-Song covern sie noch Stings „Seven Days“. Das restliche Material wie „S.N.C.F.“ mit seinem ungraden Takt und den raffiniert eingesetzten Bluesharmonien und das chansoneske „Ella“, stammen von den Wasserfuhrs. Eine reife Leistung. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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