Neue CD: Jarrod Lawson

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Jarrod Lawson

Jarrod Lawson: Jarrod Lawson (Dome Records/H’Art). Ein Landei, aufgewachsen auf einer Farm in Oregon: Jarrod Lawson erfüllt keins der Klischees, die man mit einem Soulstar in Verbindung bringt.

Umso verblüffender, wenn man sein selbst produziertes Debüt hört. Eine Stimme in der klaren Stevie-Wonder-Nachfolge, aber ohne die Manierismen zum Beispiel von Jamiroquai. Die Chorsätze sind himmlisch – ätherisch-gefühlvolle Tonwolken, wie sie sonst nur Take 6 hinbekam. Dazu lange, perfekt arrangierte Songs mit feinen Instrumentalpassagen, die an die Hochzeit des Fusionjazz anknüpfen, mit kleinen Bläser-Akzenten und perlenden Piano-Soli, bei denen der 37-Jährige selbst in die Tasten langt. „Redemption“ beginnt mit einem Gitarrensolo, mitgesummt à la George Benson, und bringt einige Salsa-Momente ein.

Allenfalls in einem Punkt schwächelt der Musiker: Seine Kompositionen sind alles andere als einprägsam. Umso verblüffender, wie mitreißend sie auf dieser Platte rüberkommen. Und das gospelige „Everything I Need“, bei dem Lawson sich nur am Piano begleitet, kann sich mit den ganz Großen messen. Lawson hat in den USA bereits einen regelrechten Hype ausgelöst. Wer Soul gern auch mal etwas komplexer mag, der ist mit diesem Album bestens bedient. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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