Neue CD: Jack DeJohnette: Sound Travels

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Jack DeJohnette: Sound Travels (E One / Membran/ Sony). Jack DeJohnette wird im August 70 Jahre alt. Der Schlagzeuger gehört zu den Legenden des modernen Jazz, sein subtiles Spiel adelt zum Beispiel die Aufnahmen des Trios von Keith Jarrett.

Auf „Sound Travels“ lebt er seine Vorlieben aus, selbst wenn die nicht wirklich glücklich sind. Zum Beispiel sitzt er bei den meisten Aufnahmen auch am Piano. Das hat er zwar schon als Kind erlernt, er spielt es aber nicht annähernd so inspiriert wie das Schlagzeug. Bei „Oneness“ mit Sänger Bobby McFerrin fällt die Spannung merklich ab. Zum Glück erlebt man auf sechs Titeln DeJohnette auch an seinem Hauptinstrument. Und prominente Mitstreiter wie Gitarrist Lionel Loueke und Bassistin Esmeralda Spalding geben zusätzlich Würze. Vielfalt ist der rote Faden des Albums. Die „Salsa for Luisito“ bietet feine karibische Rhythmuskunst mit Scat Vocals von Spalding. „The Dirty Ground“ ist ein schön verschleppter Südstaaten-Blues, Bruce Hornsby singt und Loueke zeigt, dass er eine E-Gitarre richtig dreckig klingen lassen kann. „Sonny Light“ ist eine Calypso-Hommage an Sonny Rollins, und beim melodiös swingenden „Indigo Dreamscapes“ gibt es frische Soli von Gastpianist Jason Moran und Saxophonist Tim Ries. ▪ Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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