Neue CD: Gerald Clayton: Tributary Tales

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Gerald Clayton: Tributary Tales

Gerald Clayton: Tributary Tales (Motéma Music/PIAS). Auf „Soul Stomp“ feiert der Pianist Gerald Clayton den Gospel und den Groove, ein spirituell entflammter Groove führt den Hörer in die Sonntagskirche.

Aber diese kleinen Unterbrechungen mit der kleinen romantischen Melodie, die das Piano fast allein beisteuert, holen das Stück aus der Ekstase, bis es einen neuen Anlauf nimmt. „Tributary Tales“, das heißt, dass der 1984 in Utrecht geborene, aber in Kalifornien aufgewachsene Spross einer Familie von Jazzmusikern sich auf seine Wurzeln besinnt. In dieser inspirierten Platte, die sich im modernen Mainstream bewegt, spielt er mit einem Sextett mit drei Saxophonisten, zuweilen um Perkussionisten erweitert. „Unforeseen“ lässt stellenweise die spanischen Klangfarben Chick Coreas durchklingen, allerdings auf einem mehr funk-betonten Groove. Und „Wakeful“ beginnt mit typischen Monk-Akkorden, mit rhythmischen Brechungen und feinen harmonischen Erfindungen. Wie zum Beispiel in „Patience Patients“ die Bläsersätze Klangfarben erkunden, das verweist auf die Ellingtonsche Schule. In zwei Titeln gibt es Text, Aja Monet und Carl Hancock Rux rappen aber nicht, sondern rezitieren würdevoll Poesie. -  Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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