Neue CD: Lee Fields & The Expressions: Emma Jean

Lee Fields & The Expressions: Emma Jean (Truth & Soul). Eine gute Soulplatte steht und fällt mit der Stimme. Lee Fields hat da alles Nötige: ein raues, voluminöses und wandelbares Organ.

Bei „Still Gets Me Down“ legt er ordentlich Drama in seine Klage über den Zustand der Welt, und man denkt an James Brown. Bei „Don’t Leave Me This Way“ zieht er die Stimme höher und erinnert anfangs eher an Percy Sledge.

Der 63-jährige Sänger aus North Carolina hatte sein Debütalbum 1969 vorgelegt. Den Sound dieser goldenen Ära des Soul hat er bewahrt, und seine Begleitband, The Expressions, zeigt ebenfalls die trockene Präsenz von guten Stax-Aufnahmen. Eine Ballade wie „Paralyzed“, ein treibender Song wie „Talk To Somebody“ sind exzellente Beispiele dafür. Aber er steckt den Rahmen weiter, setzt gelegentlich Streicher, Glocken und hallige Orgelflächen ein wie einst die Stylistics. Und bei erstaunlich vielen Titeln ist eine Pedal-Steel-Gitarre zu hören, ohne dass die Soul-Energie zu sehr mit Country-Süße abgefangen wird. Ein schönes Beispiel dafür ist Fields’ Cover von „Magnolia“, einem Titel von J.J. Cale. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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