Neue CD: The Fantastics: All The People

Von Ralf Stiftel ▪ The Fantastics: All The People (Freestyle/Groove Attack). Die Gitarre scheppert, der Bass drückt aufs Zwerchfell, die Hammondorgel schwillt an wie eine Atlantikwoge bei Windstärke 8.

Dies ist der gute handgemachte Sound der 70er, als Musik noch nicht volldigitalisiert daherkam. Fette Funkbeats, mit pointierten Soloeinwürfen von Gitarre und Orgel, mal ein Bläsersatz, und durchaus gern instrumental. Drin ist alles, was gut war, mal Hancocks Headhunters, mal Grover Washington, Hank Crawford, Grant Green, der Sound aus dem Studio von Creed Taylor vor allem. The Fantastics nennt sich etwas großmäulig die Band um den Keyboarder Greg Boraman. Sie kommen aus London, aber der Sound ist klar vom Fusion-Sound amerikanischer Prägung geprägt. Der Sambafetzer „Cecils Slide“ wird jeden Musikfreund mit halbwegs intaktem Gehör mitreißen. Auffälliger ist der R'n'B-Einfluss bei den Titeln mit der stimmgewaltigen Sängerin Sulene Fleming. „Somewhere Finally“ zum Beispiel klingt wie ein vergessener Superhit aus New York von 1972. Dagegen erinnern der kompakte Funkrock von „I Breathe“ und der Bluesgroove von „Cold Case“ am ehesten an „Mother's Finest“. Nicht die schlechtesten Referenzen für eine Band heute.

Quelle: wa.de

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