Neue CD: Chris Hillman: Bidin‘ My Time

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Chris Hillman: Bidin‘ My Time

Chris Hillman: Bidin‘ My Time (Rounder/Concord). Wer sich bei den „Bells of Rhymney“ im falschen Jahrzehnt fühlt, hat ja so recht. Dies ist zum Teil eine Wiedervereinigung der Byrds.

Diese typischen hellen, glockenklaren Gitarren, diese überirdisch schönen Chorsätze. Den Song von Pete Seeger hatte die Band schon 1965 auf ihrem Debütalbum „Mr. Tambourine Man“. Aber 2017 klingt er noch schöner, eine abgeklärte, entspannte Interpretation. Chris Hillman war Bassist der Band, und er hat für sein Soloprojekt „Bidin‘ My Time“ alte Weggefährten wie David Crosby und Roger McGuinn eingeladen, die Produktion übernahm der Byrds-Fan Tom Petty, und das Ergebnis ist ein kleines Wunder. Hillman, Jahrgang 1944, klingt wie ein Musikstudent. Ein Dutzend Songs führt durchs Byrds-Repertoire, mit Klassikern wie „Here She Comes Again“ und „She Don‘t Care About Time“, die die Qualitäten der Band mit klarem, aktuellen Sound vereinen. Auch ein Titel wie „New Old John Robertson“ knüpft bei den Byrds an, aber hier gibt sich Hillman seiner anderen Leidenschaft hin, dem klassischen Bluegrass mit Banjo, Mandoline und Fiddle. Er zollt den Everly Brothers Tribut mit einer kongenialen Interpretation von „Walk Right Back“, und er bietet auch einige hinreißende Eigenkompositionen wie den Rock-Walzer „Restless“ mit schönen Soli von Pedal Steel Guitar und Piano. Das Album hat das Zeug zum Klassiker, diesmal nicht, weil Jungspunde etwas beweisen wollen, sondern weil Altmeister sich ein paar schöne Stunden machten. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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