Neue CD: Dee Dee Bridgewater: Memphis… I‘m Ready

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Dee Dee Bridgewater: Memphis… I‘m Ready

Dee Dee Bridgewater: Memphis… I‘m Ready (OKeh/Sony). Dee Dee Bridgewater hat Grammys gewonnen für ihre Hommagen an Ella Fitzgerald und Billie Holiday. Die Sängerin schätzt man für ihre Wurzeln in der Jazztradition.

Aber hier zollt sie ihrer Geburtsstadt Memphis Tribut mit Neuinterpretationen von Soul-, Blues- und Rockklassikern, die in der Musikmetropole in Tennessee entstanden sind. Und wen wundert es, dass sie auch dabei mehr als nur eine gute Figur macht? Sie bewegt sich auf Augenhöhe mit Stars, ihre Fassung von „I can‘t get next to you“ zum Beispiel verzichtet auf das psychedelische Gewand der Temptations-Originals, sie orientiert sich an Al Greens geerdeter Version, singt über einem soliden Bluesgroove. Das Gitarrensolo freilich hebt ab. Der Stax-Klassiker „B.A.B.Y.“ lehnt sich durchaus beim Original von Carla Thomas an. Aber hier schmachtet kein Mädchen, sondern eine selbstbewusste Frau sagt, was sie will. Ob B.B. Kings „The Thrill is Gone“, das sie mit gebändigter Glut angeht, ob Ann Peebles‘ „I Can‘t Stand the Rain“ – sie gibt jedem Klassiker eine sehr persönliche Tönung und hat eine vorzügliche Band. Zudem hält sie sich nicht an das Drei-Minuten-Format der Klassiker. Besonders schön hört man das bei Elvis Presleys „Don‘t be cruel“, dem sie eine Extraportion Soul verpasst und in dem Kirk Whalum ein feines Sax-Solo bläst. Und wie böse lässt sie den „Hound Dog“ über der zurückgenommenen Gitarre heulen. Dann lässt sie das Tier von der Leine, wie es selbst der King nicht hinkriegte.  Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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