Neue CD:

Theo Croker: Afro Physicist (Okeh/Sony). Wer krachigen Fusion-Jazz schätzt, wie ihn zum Beispiel Trombone Shorty pflegt, der kommt um Theo Croker nicht herum.

(Okeh/Sony). Wer krachigen Fusion-Jazz schätzt, wie ihn zum Beispiel Trombone Shorty pflegt, der kommt um Theo Croker nicht herum.

Das einleitende „Apala“ auf der Scheibe mit dem programmatischen Titel „Afro Physicist“ ist noch ein lyrisches Trompetensolo. Beim folgenden „Realize“ gibt der Mann richtig Gas mit Fuzz-Gitarre, punktgenauen Unisono-Riffs und beredten Trompetenlinien. Der 1985 in Florida geborene Musiker ist Enkel des New-Orleans-Veteranen Doc Cheatham. Aber seine feurigen Improvisationen, angetrieben von einem kraftvollen Quintett, unterbrochen zum Beispiel von einem fetzigen Gitarrensolo von David Gilmore, sind definitiv 21. Jahrhundert. Auf „Afro Physicist“ schreibt er Konzepte der 1970er Jahre fort. Dazu gehört die Spannbreite von Tradition bis Fusion. „It’s Not You, It’s Me“ ist eine entspannt swingende Latin-Ballade. Auf drei Titeln singt Dee Dee Bridgewater, am erstaunlichsten bei diesen Cover-Versionen ist die Übersetzung von Michael Jacksons Hit „Can’t Help It“ in eine Kreuzung aus Latin-Jazz und Ellington. Stevie Wonders „Visions“ wird veredelt durch ein Vibraphon-Solo von Stefon Harris. Und Hugh Masakela, dem Pionier des südafrikanischen Jazz, huldigt er mit einer souligen Deutung von „Bo Masakela“. Ein starker Auftritt. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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