Neue CD: Dobet Gnahoré: Na Drê

Dobet Gnahoré: Na Drê (Conterjour/Broken Silence). Bevor sie richtig loslegt, widmet die exzentrisch gestylte Dobet Gnahoré erst mal „Allah“ ein gesungenes Gebet. Aber danach wird es ganz irdisch.

Im Titelsong schmachtet die Sängerin aus der Elfenbeinküste ihren abwesenden Liebsten an, und ihre Stimmakrobatik mit Tonüberschlägen, Koloraturen und Schluchzern über dem sanften Afro-Pop-Beat geht einfach zu Herzen.

So bietet sie eine abwechslungsreiche Mischung aus mal eher poppigen, mal traditionelleren Titeln, mal eher Soulballade, mal Reggae, mal cooler Afroblues mit ausgefeilten E-Gitarren-Soli („Voisin“). Sie scheut dabei auch sehr ernsthafte Themen nicht, besingt Tania, die bei der Geburt ihres Kindes stirbt, weil die Klinik zu weit entfernt ist, und Zina, die unter den Schlägen ihres Macho-Mannes leidet. Was auch die Hörer verstehen können, die nicht des Malinké oder Dida mächtig sind: Das Booklet bietet Übersetzungen in Englisch und Französisch. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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