Von der Musikschule Hamm an die Frankfurter Oper

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Britta Stallmeister als Sophie Scholl in Udo Zimmermanns Oper „Die weiße Rose“. –

HAMM – Britta Stallmeister scheut keine musikalische Herausforderung – im Gegenteil: Sie sucht sie geradezu. Damit hat sich die Sopranistin landesweit ein hervorragendes Renommée erarbeitet und ist – trotz ihres Fest-Engagements an der Frankfurter Oper – immer wieder gern gesehener Gast auf den Konzertpodien des Landes. Von Gisbert Sander

Immer wieder zieht es die 39-Jährige auch in ihre Heimatstadt Hamm – nicht nur, weil sie regelmäßig ihre hier lebenden Eltern und Freunde besucht, sondern auch, weil sie als Sängerin engagiert wird. Das nächste Mal ist sie bereits am Sonntag, 28. März, ab 17 Uhr in der Liebfrauenkirche zu hören. Dann singt sie – neben den Solisten Franz Vitzthum (Alt), Nils Giebelshausen (Evangelist) und Stephan Schreckenberger (Jesus) – die „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach.

Aufgewachsen ist Britta Stallmeister in Ostwennemar – in einer Familie, in der viel Wert auf Musik gelegt wurde; kein Wunder bei einem Musiklehrer als Vater.

Britta Stallmeister baute 1991 ihr Abitur auf dem Gymnasium Hammonense. Ihre musikalische Früherziehung an der Städtischen Musikschule begann 1975, bis 1992 blieb sie dem Haus treu. Christa Fuchs habe sie hier stark geprägt, außerdem spielte sie lange Jahre Geige bei Christos Nikolaidis. Ausschlaggebend für die Berufswahl sei aber letztlich der Gesangs-Unterricht bei Eva-Maria Edelkötter gewesen.

Zusagen von drei Hochschulen hatte sie schließlich; sie entschied sich 1992 für Hannover, wo sie 1998 ihren Abschluss machte. Da hatte sie bereits bundesweit auf sich aufmerksam gemacht: mit dem Deutschen Musikwettbewerb 1997, deren Preisträgerin sie war.

1998 sang sie an der Frankfurter Oper vor, wurde sofort engagiert und gehört seitdem dort zum festen Ensemble – was sie nicht davon abhält, „nebenbei“ bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen zu gastieren.

Gleich ihr Frankfurter Debüt 1998 – als Pamina in Mozarts „Zauberflöte“ stellt für Stallmeister bis heute einen Höhepunkt in ihrer Karriere dar. Diese Rolle sei für sie zu einer ganz besonderen geworden. „Überhaupt fühlt sich meine Stimme bei Mozart besonders wohl“, verriet sie in einem Interview des Magazins der Frankfurter Oper.

Mittlerweile sind es auch „Zeitgenossen“ wie Uwe Zimmermann, in dessen Oper „Die weiße Rose“ sie die Sophie Scholl spielte, und Hans-Werner Henze, in dessen „Prinz von Homburg“ sie im Theater an der Wien die Rolle der Prinzessin Natalie von Oranien spielte, die sie reizen.

„Ich gehe voll auf in dem, was ich mache“, schwärmt Stallmeister, die seit 2004 verheiratet ist: „Besonders reizvoll ist die Kombination –  einerseits bin ich Solistin, andererseits fühle ich mich im Ensemble zu Hause.“

Eintrittskarten für die Johannespassion in Liebfrauen (28. März, 17 Uhr), gibt es im Vorverkauf im Pfarrbüro (Liebfrauenweg 2) und bei Musik Blum.

Quelle: wa.de

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