Neue CD: Pat Metheny Unity Group: Kin

Pat Metheny Unity Group: Kin

Pat Metheny Unity Group: Kin (Nonesuch/Warner). Es beginnt mit einigen ekstatischen Saxophonphrasen in der Coltrane-Tradition. Aber wenn der Rhythmus einsetzt in „On Day One“, dann nimmt der Chef wieder das Steuer mit einem eingängigen Gitarrenthema.

. Es beginnt mit einigen ekstatischen Saxophonphrasen in der Coltrane-Tradition. Aber wenn der Rhythmus einsetzt in „On Day One“, dann nimmt der Chef wieder das Steuer mit einem eingängigen Gitarrenthema.

Pat Metheny, einer der führenden Jazzgitarristen, hat in letzter Zeit einige monströse Projekte vorgestellt. So ersetzte er seine Band durch ein Orchestrion, einen Musikautomaten, was nicht viel anders klang als seine Band, aber leider auch auf Kosten der Inspiration ging. Auf der aktuellen CD findet er zu alter Form, wohl vor allem, weil er in dem Saxophonisten Chris Potter einen Mitsolisten auf Augenhöhe findet. Die Rhythmusgruppe Antonio Sanchez (Drums) und Ben Williams (Bass) lässt keine Wünsche offen, und Pianist Giulio Carmassi sorgt vor allem für orchestrale Fülle, wobei er neben den Tasten auch diverse Blasinstrumente, Cello und Vibraphon einbringt. Die neun Stücke haben auch epische Breite, dauern bis zu einer Viertelstunde, so dass Metheny und Potter sich reichlich austoben können. Diese Art Fusion-Jazz mit komplexen Rhythmen, Takt- und Themenwechseln, rauschhaften Improvisationsexzessen ist gewiss nicht jedermanns Sache. Aber man wird sie heute selten so souverän interpretiert hören wie hier. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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