Künstlerische Leiter bleiben erhalten

HAMM – Gegen die Stimmen von SPD, Grünen und Linken hat der Kulturausschuss mit CDU-FDP-Mehrheit dem Rat die geplanten Kürzungen im Kulturbereich sowie den entsprechenden Haushaltsplanentwurf empfohlen.

Allerdings gab es eine gravierende Änderung, die die geplante Kündigung der Honorarverträge für künstlerische Leitungen bei der Hammer Big-Band und vor allem beim Städtischen Musikverein (Collegium musicum und Chor) betrifft: Einem Antrag der FDP folgend, nahm Kulturfachbereichsleiter Ulrich Weißenberg bei der soeben zu Ende gegangenen Sitzung im Heinrich-von-Kleist-Forum, diesen Vorschlag zurück. Die Kosten sollen durch Kürzungen in den Reihen der städtischen Jazzkonzerte und Theaterveranstaltungen kompensiert werden – und zwar ohne die Reihe zu reduzieren.

Während Monika Schnieder-Pförtzsch, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, in der Etat-Debatte „keine Alternative“ zum Sparen sah, konterte vor allem die SPD: „Jetzt wird die Axt an den Kulturetat angelegt – da machen wir nicht mit,“ sagte Jürgen Wieland. Im vollen Bewusstsein um die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt forderte er, das Kulturangebot auf seinem bisherigen Stand zu erhalten.

Michael Krippner (SPD) monierte, den Anschaffungsetat für neue Medien der Stadtbüchereien um 81 000 Euro zu kürzen, das sei der falsche Schritt: Die Zentralbibliothek in einem so repräsentativen Neubau wie dem Kleist-Forum müsse auch auf dem Markt der Neuerscheinungen mithalten können. Auch gegen die Privatisierung der Bezirksbücherei Heessen sprach sich die SPD aus, wurde in ihrer Kritik vom Grünen-Politiker Wolfgang Komo unterstützt. Er stellte einen Vergleich der Kulturetats in NRW an: In Hamm liege der Kulturanteil am Gesamtetat bei 1,7 Prozent, im NRW-Durchschnitt seien es 2,9 Prozent. – san

Quelle: wa.de

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