Künstlerbund Hamm feiert Geburtstag mit Ausstellung

+
Heide Drevers Installation „Hermes“ ist zu sehen im Gustav-Lübcke-Museum. ▪

Von Gisbert Sander ▪ HAMM–Der Götterbote scheint viele Neider zu haben: In makellosem Weiß steht das mit Flügeln versehene Fußpaar in einem Kreis mit neun weiteren Paaren, denen allerdings das wesentliche Detail – die Flügel – fehlt. „Hermes“ hat Heide Drever ihre Installation aus Keramiken genannt, die Teil der Ausstellung „Blickkontakt“ im Gustav-Lübcke-Museum ist.

Das Hammer Haus widmet dem Hammer Künstlerbund (HKB) zu dessen 20-jährigen Bestehen eine Gemeinschaftsausstellung, in der die aktuell 16 Mitglieder insgesamt 47 Werke zeigen. Entsprechend groß und kontrastreiche ist die Vielfalt der Arbeiten: Malerei und Grafik ist ebenso zu sehen wie Fotografie und Objektkunst, Informelles und Gegenständliches.

Da bildet Markus Papenberg mit seinen Fotografien New Yorker Realität ab, da raubt der Bildhauer Manfred Dirkling seinen hölzernen Fundstücken ihre rein natürliche Wirkung, indem er sie in Ultramarin taucht.

Daraus mag ein Stück Kritik an Umweltverschmutzung sprechen – deutlicher wird das auf jeden Fall in Uwe Thiergartens „Meer“ aus lauter Scherben. Grell, fast neonfarbig sind Harald Beckers Acrylbilder, deren Motive wirken wie aus der Spielzeugkiste: skurrile Vehikel und merkwürdige Pyramiden mit Treppenstufen.

Dorothee Weber amüsiert mit ihrer „Heimatkunde“: einer sortierten Sammlung unterschiedlicher Gesteinsarten. Wie aus einer Märchenwelt wirken Grazyna Maniecka-Gawels verspielte Keramiken.

Wie ähnlich und doch unterschiedlich architektonische Keramikobjekte sein können, zeigen Andrea Peckedraht und Heide Drever: erstere mit einem eher schlichten Ton-Haus, zweitere mit ihren von Figurationen belebten, weißen – und damit „rein“ wirkenden – Objekten „Traumschiff“ und „Kathedrale“.

Museumsdirektorin Dr. Ellen Schwinzer wertet diese Ausstellung als weiteren Beitrag zur Förderung der regionalen Künstlerszene und blickt bereits auf 2012: Dann soll wieder die Präsentation „Kunst in Hamm und der Region“ zu sehen sein.

Eröffnung Sonntag, 21. August, 11.30 Uhr. Bis 29. Januar; di – sa 10 – 17, so 10 – 18 Uhr;

Tel. 0 23 81/ 17 57 01;

http://www.www.hamm.de/gustav- luebcke-museum

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare