Hörtest: Marla Glen – Humanology

Von Ralf Stiftel ▪ Marla Glen: Humanology (o-tone/Zyx). Beim zweiten Titel „Run & Hide“ hört man einen dieser gutturalen Schreie, die so schnell niemand Marla Glen nachmacht. Sie ist zurück.

Nach vier Jahren, in denen sie sich von ihrer Frau und einigen Geschäftspartnern trennte. Das Album „Humanology“ bedeutet einen Neuanfang, nicht auf einem der großen Labels, aber mit der Neuauflage eines alten Hits: „Believer“ singt sie im Duett mit Xavier Naidoo. Im übrigen erleben wir die Rückkehr einer großartigen Sängerin zwischen Soul und Blues, eine doppelt tiefer gelegte Gänsehautstimme in sehr guter Form, man höre nur den Bonustrack, ein Cover von Elton Johns „Your Song“. Das Songmaterial hält aber leider nicht durchgängig das Niveau alter Songs wie „The Cost of Freedom“. Die Kompositionen irren ein wenig planlos zwischen den Stilen, mal eher rockig, mal synthie-poppig, dann wieder balladesk, aber oft ohne prägnante Themen. Dann kommt das selbstironische „Daddy“, in dem sie verspricht, dass „Daddy“ dich gut behandelt. In dieser lasziven Anmache mit fetzigem Bläsersatz klingt alles auf, wofür wir „The Glen“ lieben.

Quelle: wa.de

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