Hörtest – 17 Hippies: Phantom Songs

Von Achim Lettmann ▪ 17 Hippies: Phantom Songs (Hipster Records / Soulfood). Im Jahr 2001 hatten sie einen spritzigen Filmauftritt. Damals in Andreas Dresens Sozialkomödie „Halbe Treppe“ erschienen die 17 Hippies als schrille Vertreter einer skurrilen Stadt – Berlin.

Mittlerweile werden ihre souveränen Arrangements mit deutschen, englischen und französischen Texten auf internationalen Festivals gefeiert. Die 17 Hippies horchen vor allem in sich hinein, bevor sie ihre Stücke schreiben. Kiki Sauer zum Beispiel entwirft Gefühlsatmosphären und gibt Lebensphasen ein Profil. Neue Empfindungen („Mädchen im Glück“) und Beziehungszustände („Blumen im Glas“), die jeder kennt, werden zu Chansons. Immer scheint von allem etwas dabei zu sein. Eine angloamerikanische Grundierung ist im Singersongwriter-Stück „Across waters“ zu hören und in „The Train“ mit seinen Cajun-Klängen. Das Stück „Singapore“ ist eine gitarrenlastige Träumerei. Insgesamt verbreiten die „Phantom Songs“ jene Zuversicht, die man spüren kann, wenn gute Musiker ihre Empfindungen stilsicher umsetzen.

Quelle: wa.de

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