Hape Kerkelings „Kein Pardon“ als Musical in Düsseldorf

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Thomas Hermanns (links) und Hape Kerkeling mit dem „Lustigen Glückshasen“ in Düsseldorf. ▪

Von Kathrin Nolte ▪ DÜSSELDORF–„Witzischkeit kennt keine Grenzen“ weiß der fiese Showmaster Heinz Wäscher. Hape Kerkelings Filmkomödie „Kein Pardon“ kommt als Musical im Düsseldorfer Capitol Theater auf die Bühne. Die Idee dazu habe Comedian Thomas Hermanns („Quatsch Comedy Club“) gehabt, erzählte Kerkeling gestern in der Landeshauptstadt. Die Rolle des unbeliebten Showmasters wird Dirk Bach übernehmen.

„Ich bin ein großer Fan des Films“, erklärte Hermanns, der das Buch zu dem Bühnenstück geschrieben hat: „Es ist eine Mischung aus einer guten Komödie mit vielen Gags sowie Herz und Wärme“, sagte Hermanns und fügte hinzu, es sei, „sehr, sehr albern.“ Die Handlung des Musicals sei aber auch „sehr geerdet, ohne Phantom, Katzen und Hexen“.

Die Musik stammt aus der Feder von Achim Hagemann („Familie Popolski“) und Thomas Zaufke. Hagemann, der Hape Kerkeling seit der Grundschule kennt und schon bei zahlreichen Produktionen mit ihm zusammen gearbeitet hat („Hurz“), hat eine Mischung „von Polka bis Punk, von Bochum bis Broadway“ geschaffen. Wichtig sei es ihm gewesen, dass die Lieder zum Ruhrgebiet und dessen geerdeten Charme passen. Daher sei die Musik rockig und nicht zu glamourös. „Deshalb gibt es sowohl Lieder einer Band als auch Songs, in denen das Orchester mit vollem Sound reinknallt“, sagte Hagemann, der zu Düsseldorf durch seine Studienzeit eine besondere Beziehung pflegt.

Die Verfilmung von 1993 handelt von dem tollpatschigen Ruhrgebietsjungen Peter Schlönzke, der Schnittchen ausliefert und davon träumt beim Fernsehen zu arbeiten. Ein Talentwettbewerb seiner Lieblingsshow „Witzischkeit kennt keine keine Grenzen“ ist Peters große Chance. Aber sein Auftritt wird zum Desaster. Die TV-Rolle rückt in weite Ferne. Erst als Kabelträger und dann als „Lustiger Glückshase“ gelingt es ihm, das Idol seiner Kindheit abzulösen – den großen Showmaster Heinz Wäsche (im Film gespielt von Heinz Schenk). Schnell übernimmt Schlönzke die Starallüren seines Vorgängers und wird zum Ekel bis zur unerwarteten Wendung der Geschichte.

„Natürlich kann ich einen 26-Jährigen spielen, aber ich habe keine Zeit“, erklärte Kerkeling, dass er in Düsseldorf keine Bühnenrolle übernehmen wird. In seinem Film stellte er Peter Schlönzke dar und war gleichzeitig als Regisseur sowie Autor tätig. Ob das daran liegt, dass er möglicherweise die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass...?“ antritt, ließ das 46-jährige Multitalent offen. Über den Erfolg des Musicals äußerte sich Kerkeling hingegen jetzt schon positiv: „Natürlich sehe ich uns am Ende in New York, Freunde.“ Die Vorbereitungen für das neue Stück, das dauerhaft aufgeführt werden soll, laufen bereits seit einem Jahr. Für die ersten zwei Monate mimt Dirk Bach eine der Hauptrollen. Die restlichen 23 Darsteller werden erst in den nächsten Monaten gesucht. Im Mai und Juni finden dazu extra Castings statt. Regisseur Alex Balga sagte zu dieser aufwändigen Prozedur: „Wir suchen einfach die besten Leute.“

Im Mittelpunkt der Handlung von „Kein Pardon – Das Musical“ stehen das Fernsehen der 80er Jahre, das auf die Schippe genommen wird, und die sympathischen Ruhrpott-Charaktere. „Das Musical ist aber eine Weiterentwicklung des Films. Stellenweise ist es außerdem noch lustiger“, betonte Kerkeling. Der Kultstatus soll im Musical bewahrt werden, weshalb zahlreiche Dialoge und Songs übernommen werden. Natürlich hat die Bühnenshow auch ein Happy End, wenn auch ein unerwartetes, machte es Thomas Hermanns spannend: „Das Ende ist ganz neu und hat nichts mit dem Film zutun. Ein logischer Knalleffekt.“

Die Uraufführung des Musicals „Kein Pardon“ ist am 6. November im Düsseldorfer Capitol Theater.

Der Kartenvorverkauf läuft.

Tel. 02 11/7 34 40

http://www.kein-pardon.com

Quelle: wa.de

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