Gregg Allman und sein Album „Low Country Blues“

Von Ralf Stiftel ▪ Gregg Allman: Low Country Blues (Rounder/Universal). Mehr als 40 Jahre ist es her, dass Gregg Allman mit seinem viel zu früh verstorbenen Bruder Duane die Allman Brothers Band gründete.

14 Jahre sind vergangen seit Allmans letztem Solo-Album. Er hat sich wahrlich Zeit gelassen, und es hat sich gelohnt. „Low Country Blues“ hat alles, was ein Klassiker braucht. Eine fantastische Besetzung, unter anderem mit T-Bone Burnett als Produzent und Dr. John am Piano. Allman konzentriert sich hier auf die Interpretation von Blues-Klassikern u.a. von Muddy Waters und B.B. King, nur das hinreißende „Just Another Rider“ mit suggestivem Bläsersatz hat er selbst geschrieben. Allmans Stimme ist nicht unbedingt groß, aber gereift in einem langen Musikerleben. Und das ganze Spektrum des Blues wird hier in perfekter Produktion abgerufen. Als sparsamen Country-Blues fast nur zur Dobro trägt er „Devil Got My Woman“ vor, mit großer Geste und mächtigen Bläserakkorden singt er „Blind Man“. Und den Southern Soul à la Fats Domino schunkelt er mit „Please Accept My Love“ lässig rüber. Und in „Tears, Tears, Tears“ greift er richtig in die Tasten seiner Hammond B-3 und lässt ein wenig den alten Allman-Brothers-Sound aufblitzen, ehe die großartigen Bläser wieder übernehmen. Natürlich ist hier Nostalgie im Spiel, aber ein so souveräner Auftritt macht einfach nur Freude.

Quelle: wa.de

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