Dortmunder Spielpläne: Entdeckungen im Schauspiel, Repertoirebetrieb in der Oper

+
Alexander Klaws gibt in Dortmund „Jesus Christ Superstar“.

Dortmund -  Ein unauffälliges Programm mit vielen Gefälligkeiten im Opernbetrieb. Dafür im Schauspiel vor allem Ur- und Erstaufführungen: So präsentiert sich Theater Dortmund in der Spielzeit 2014/15. Die Intendanten Jens-Daniel Herzog (Oper) und Kay Voges (Schauspiel) sowie Ballettdirektor Xin Peng Wang stellten ihre Pläne jetzt vor.

Herzog bedient sich vorwiegend aus der Liste der meistgespielten Werke: Verdis „Maskenball“ (Premiere: 13.9.), Strauss’ „Rosenkavalier (25.1.), Mozarts „Don Giovanni (8.3.), dazu noch Händels Oratorium „Saul (25.4.) werden gegeben. Immerhin eine Ausgrabung ist die Operette „Roxy und ihr Wunderteam“ (29.11.; uraufgeführt 1937) von Paul Abraham, die erstmals in Deutschland auf die Bühne gebracht wird und in der es auch um Fußball geht. Promienent wird „Jesus Christ Superstar“ (19.10.) besetzt: Die Hauptrolle in Andrew Lloyd Webbers Rock-Oper übernimmt Alexander Klaws. Der gebürtige Ahlener war mal Deutschlands erster „Superstar“ und tanzt derzeit bei RTL („Let’s dance“).

Wiederaufgenommen werden George Bizets „Carmen“ in der kraftvollen Regie von Katharina Thoma und das Musical „Anatevka“.

Erwartungsvoller lassen sich die die Schauspiel-Premieren lesen: Neben Shakespeares „Hamlet“ (12.9.), Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ (18.10) und einer „Elektra“-Produktion (7.2.) überwiegen neue Stücke. So gibt es unter anderem wieder Horror von Jürg Buttgereit („Nosferatu lebt!“, 29.11.). Herman Melvilles „Moby Dick“ wird als „Rachefeldzug mit Puppen und Menschen“ umgesetzt (28.3.). Und welche Abgründe sich in Wenzel Storchs „Komm in meinen Wigwam“ auftun, steht im Untertitel an: „Eine Pilgerreise in die wunderbare Welt der katholischen Aufklärungs- und Anstandsliteratur“ (17.10.). Klaus Gehre zeigt eine Bühnenfassung von Steven Spielbergs Science-Fiction-Film „Minority Report“ (14.9.). Eine Punk-Operette bringen „Die Kassierer“ heraus („Häuptling Abendwind“, 24.1.), nach Motiven von Johann Nestroy und Jacques Offenbach. Auf der Bühne und im World Wide Web ist die Uraufführung von „The Madhouse of Ypsilantis“ zu erleben (16.5.), die Regisseur und Co-Autor Kay Voges als „Tragödie der modernen Kontrollgesellschaft“ ankündigt. „Kasper Hauser“ steht im Mittelpunkt einer Arbeit des Dortmunder Sprechchors (13.6.). Mit „The Return of Das Goldene Zeitalter“ wird im Februar 2015 ein Theaterlabor-Projekt fortgesetzt, das im September 2013 überregional Schlagzeilen machte.

Zwei neue Produktionen gibt es im Ballett: Xing Peng Wang erzählt Thomas Manns „Zauberberg“ (8.11.). Der Abend „Drei Streifen: Tanz“ (14.2.) präsentiert internationale Choreografen, darunter wieder Benjamin Millepied („Black Swan“). - el

Vorverkauf ab 1. Juli; Tel. 0231/5027222; www.theaterdo.de

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare