Collective Of Improvising Artists: „Thousand Miles Journey“

Von Ralf Stiftel ▪ Collective Of Improvising Artists: Thousand Miles Journey (Boomslang Records). Die Abkürzung des Bandnamens ergibt CIA, und das deutet schon an, mit welchem Humor das 14-köpfige Ensemble um den Keyboarder Peter Madsen zu Werke geht.

Das Eröffnungsstück wird allein mit Percussion vorgetragen, dann kommt „Ostropa“, eine schräge Balkan-Brass-Phantasie, die mit Flötentönen und Hupen aufgepeppt wird, ehe sie zu jazzigen Solo-Passagen übergeht. Die 1000-Meilen-Reise führt einmal um die Welt, zitiert arabische Harmonien ebenso wie fernöstliche, und das swingt dann weniger, als es mit Klangmalerei den Film im Kopf inspiriert. Dann wieder geben sie mit röhrendem Saxophon Gas bei „Lama Bada Yatathana“, und das fetzige „Nyuorican“ bietet mitreißende Salsa-Rhythmen. Das CIA ist in der österreichischen Provinz beheimatet, Band-Gründer Madsen wiederum sammelte Erfahrungen als Pianist bei Stan Getz, Benny Golson, aber auch in der Rhythmusgruppe von Funk-Meister Fred Wesley. Die große musikalische Reise startete er mit jungen, engagierten österreichischen Musikern, und das Mitfahren lohnt durchaus.

Quelle: wa.de

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