Die Band Two Door Cinema Club in Münster

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Ein Mann für Schwung und gute Laune: Frontmann Alex Trimble vom Two Door Cinema Club in Münster.

Von Frank Zöllner

MÜNSTER - Ein Konzert zum ruhigen Lauschen – dafür ist ein Abend mit der nordirischen Band Two Door Cinema Club nicht gemacht. Das beim ausverkauften Auftritt im Münsteraner Skaters Palace am Montag um einen Drummer erweiterte Trio hat gute Laune verbreitende und schwungvolle Dreiminüter im Gepäck.

Die junge Band um Sänger und Gitarrist Alex Trimble stellte ihre beiden gefeierten Alben „Tourist History“ und „Beacon“ vor – immerhin im Vorjahr die Nummer zwei in den britischen Charts. Der rothaarige Frontmann mit Haartolle ist von Beginn an der Liebling der zahlreichen weiblichen Fans.

Trimble und seine Mitmusiker Kevin Baird (Bass) und Sam Halliday (Gitarre) setzen gleich mit dem Opener „Sleep Alone“ das Tempo hoch an – und daran wird sich in den folgenden 70 Minuten nichts ändern.

Ihre Mischung aus gitarrenlastigem Indie-Rock, Elekropop mit leichten Punk-Anleihen trifft den Nerv nicht nur in Großbritannien, wo sie auf großen Bühnen und Festivals wie in Glastonbury ihre enorme Live-Präsenz verfeinerten. Dabei bilden die drei Gitarren, gepaart mit munteren Keyboard-Klängen von Trimble, das Grundgerüst der extrem eingängigen Uptempo-Nummern. Und die Nordiren, die nach den ersten Erfolgen ihr Studium zu Gunsten der Musik aufgaben, überraschen die, die ihre Songs nur aus der Konservekennen: Vor Publikum wird das alles rockiger und schneller gespielt – so dass kaum einer seine Füße still halten kann, wofür auch das zusätzliche Schlagzeug sorgt.

Das ist etwa auch so bei „Undercover Martyn“ mit seinem Wechsel zwischen melodischen Strophen und Gitarren-lastigen Elementen. Abwechslungsreich ist das Ganze nicht besonders, vielleicht noch beim Hit „Sun“, der eher ruhiger daher kommt. Ansonsten geht es bei knapp 20 Songs wie „Wake Up“, „You Not Stubborn“, der aktuellen Single „Next Year“ oder „I Can Talk“ schmissig und tanzbar zu. Optisch unterstützt wird dies von einer feinen Light-Show mit Neon-Laufbändern und Lichtkegeln. Understatement scheint die Sache dieser Band nicht zu sein – und die Reaktionen auf ihr Tun wie frenetisches Mitklatschen und Mitsingen geben ihr Recht.

Quelle: wa.de

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