Die Band „Bush“ in der Live Music Hall Köln

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Die Band um Frontmann Gavin Rossdale stellte eine Menge neues Material vor. ▪

Von Tim Griese ▪ KÖLN–Gavin Rossdale? Ist das nicht der Ehemann von Gwen Stefani? – Das wird heutzutage wohl die wahrscheinlichste Reaktion auf die Nachfrage zum gebürtigen Londonder Sänger sein. Dabei war Rossdale als Frontmann der Rockband Bush vor allem in den 90er Jahren selbst sehr erfolgreich. Im Fahrwasser des Grunge erschienen vier Alben. Zehn Jahre nach ihrer Trennung sind Bush nun mit (teil-)erneuerter Besetzung, neuem Album und Konzerten in Deutschland, unter anderem in der Kölner Live Music Hall, zurück.

Mitgebracht hat das Quartett eine Wagenladung an neuem Material und den wichtigsten Songs ihrer Karriere. Neben treibenden Rocknummern wie „Greedy Fly“ und „Swollowed“, das von den Zuhörer lautstark mitgesungen wird, gibt‘s mit „All Night Doctor‘s“ auch Balladeskes. Auf „Sound of Winter“, der aktuellen Single des neuen Bush-Albums, folgt ihr erster großer Hit „Everything Zen“. Die Zuhörer, im Schnitt um die 30, kennen den Text auch noch nach 17 Jahren auswendig. Mit „Come Together“ von den Beatles hat sich auch ein Cover eingeschlichen, das als stampfender Stoner-Rocker daherkommt. Als Zugabe gibt es dann auch noch die Bush-Hymne schlechthin: „Glycerine“ – in einer mitreißenden Version, bei der es zum Schluss noch mal richtig laut wird.

Gavin Rossdale und seine Kollegen kommen an diesem Abend sehr sympathisch rüber. „Wir haben uns mit ganz niedrigen Erwartungen ans Werk gemacht“, erzählt der Sänger über die Wiedervereinigung. „Wir wollten einfach wieder Musik machen. Jeder von euch heute Abend ist ein Bonus für uns.“ Rossdale hat Lust, auf der Bühne zu stehen. Während der Darbietungen gestikuliert er – etwas sehr theatralisch – zum Inhalt der Songs, geht gerne auf Knie und macht auch einen Ausflug in den hinteren Teil der Halle. Bei „The Afterlife“ steht er auf der Biertheke, danach mittendrin in der begeisterten und hüpfenden Menge.

Rund 90 Minuten dauert die explosiv-grandiose Show. Das einzige Lahme sind die Roadies, die zu Beginn fast eine geschlagene Stunde brauchen, um zwei Mikrofone aufzubauen. Aber wenn das alles ist...

Quelle: wa.de

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