"Wetten dass..?": Zuschauer wollen harmlose Wetten

Berlin - Die meisten Zuschauer wollen laut einer Umfrage weiterhin "Wetten dass..?" sehen. Mit der Entscheidung die Show vom Samstag abzubrechen, sind fast alle Befragten einverstanden.

Eine deutliche Mehrheit der Fernsehzuschauer will auch nach dem schweren Unfall vom Samstag weiter “Wetten, dass..?“ im ZDF sehen. 77 Prozent sprachen sich in einer Befragung dafür aus, die Sendung weiter auszustrahlen. Nur 16 Prozent meinten, die Show solle eingestellt werden, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov Deutschland ergab. Allerdings dürfte die Show nach Meinung der Mehrheit ruhig etwas anders aussehen: 59 Prozent sagten, auf riskante Wetten sollte komplett verzichtet werden; 33 Prozent halten das nicht für nötig.

"Wetten dass..?" nach Unfall abgebrochen

Schwerer Unfall verursacht Abbruch von "Wetten, dass..?"

Lesen Sie auch:

Take That: Show-Abbruch war "absolut richtig"

"Wetten dass..?": Konsequenzen unklar

Samuel Koch liegt weiter im Koma

Wetten, dass..?"-Kandidat: Zustand "äußerst kritisch"

Machte erst das ZDF die Wette so gefährlich?

In der Show am Samstag war ein Wettkandidat bei einem Sturz schwer verletzt worden. Die Sendung wurde daraufhin abgebrochen - eine richtige Entscheidung, wie 92 Prozent der Befragten meinten; nur fünf Prozent sahen das anders. Fast zwei Drittel (65 Prozent) wollten dem ZDF auch keine Mitschuld an dem Unfall geben, sie stimmten der Aussage zu: “...der Wettkandidat wusste, auf was er sich einlässt“. 30 Prozent sagten jedoch, das ZDF habe eine Mitschuld, “da es dem Kandidaten die Möglichkeit gegeben hat, die Wette zu präsentieren“.

Der Konkurrenzkampf der öffentlich-rechtlichen und der privaten Sender hat nach Meinung der Mehrheit bei dem Unfall keine Rolle gespielt: Auf die Frage “Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen dem Kampf von RTL und ZDF und dem Unfall?“ antworteten 30 Prozent mit “Ja“ und 63 Prozent mit “Nein“. YouGov Deutschland befragte am 5./6. Dezember 961 Menschen ab 18 Jahren per Online-Panel, die Studie sei damit repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare