"Ich hätte es nicht unbedingt gemacht"

"Tatort"-Kommissarin kritisiert Online-Fahndung

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Filmszene aus "Der Wald steht schwarz und schweiget": Bei einem Einsatz im Pfälzerwald wird Lena Odenthal von fünf jungen Straftätern als Geisel genommen.

Mannheim/Berlin - Ulrike Folkerts alias “Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal übt Kritik an ihrem vergangenen Fernseh-Fall, der mit einem Internet-Experiment verbunden war.

Dem “Mannheimer Morgen“ (Freitag) sagte die Schauspielerin laut Vorabbericht, die Kritik am Online-Spiel des SWR sei “berechtigt“. “Ich hätte es nicht unbedingt gemacht.“ Zwar verstehe sie, dass die Sender etwas ausprobieren müssten, sagte die 51-Jährige. “Aber wie soll das weitergehen? Sollen die Zuschauer beim nächsten Mal raten, wie oft die Katze gefüttert wurde? Oder wie viele Flaschen Wein Odenthal und Kopper getrunken haben?“ Kopper (Andreas Hoppe) ist Odenthals TV-Kollege.

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In dem Ludwigshafener “Tatort: Der Wald steht schwarz und schweiget“ vom 13. Mai war der Mörder nicht enttarnt worden. Die Zuschauer waren stattdessen dazu aufgerufen, im Internet spielerisch das Fernsehverbrechen aufzuklären.

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Während den Krimi in der ARD etwa 8,5 Millionen Menschen eingeschaltet hatten, ermittelten den Mörder im Online-Spiel nur etwa 20 000 Hobby-Kriminologen. Fast 110 000 Teilnehmer hatten sich in der Woche nach der Ausstrahlung bei dem Detektivspiel eingeloggt. Geknobelt wurde sowohl über “tatort.de“ als auch über Facebook und Twitter. Der SWR nannte dies einen guten “Ausgangspunkt, um über die Entwicklung weiterer Onlineabenteuer nachzudenken“.

dpa

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