Nach dritter Staffel

Zu teuer: „Die Borgias“ werden abgesetzt

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Jeremy Irons ist einer der Stars von "Die Borgias".

New York - Trotz guter Quoten haben die Renaissance-Skandale im TV ein Ende: Die Fernsehserie „Die Borgias“ wird abgesetzt. Die Produktion ist den Machern zu teuer.

Die am 16. Juni in den USA endende dritte Staffel werde die letzte sein, meldete die Branchenseite „deadline.com“ unter Berufung auf Serienschöpfer Neil Jordan. Der Oscar-Preisträger („The Crying Game“) macht dafür die Kosten verantwortlich, die dem US-Sender „Showtime“ zu hoch seien.

In den „Borgias“, in Deutschland bei Kabel eins zu sehen, spielt Jeremy Irons Papst Alexander VI. (1431 bis 1503), der der Renaissancekunst zu einer frühen Blüte verhalf, sich aber auch mit Sexskandalen und Machtspielen in den Geschichtsbüchern verewigte. Dabei benutzte er bedenkenlos seine schöne Tochter Lucrezia (1480 bis 1519), die er gleich dreimal gewinnbringend verheiratete. Das Image als lüsterne, machtgierige Intrigantin hat sie der Geschichtsschreibung zufolge zum großen Teil zu Unrecht.

„Als Kompromiss hätte ich die Geschichte gern rund mit einem zweistündigen Film beendet“, sagte Jordan nach der Entscheidung des Senders „Showtime“, die Serie abzusetzen. „Aber als sie die Kosten gesehen haben, war es ihnen einfach zu teuer.“ Er bedaure das: „Ich hätte alles gern zu einem Ende gebracht. Alle Schauspieler sind unglücklich, dass wir nicht weitermachen können, und ich bin es auch.“

dpa

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