Marc Bator wechselt

"Tagesschau“-Sprecher geht zu Sat.1

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"Tagesschau"-Sprecher Marc Bator geht zu Sat.1

Hamburg/Berlin - Sat.1 will der Konkurrenz bei den Hauptnachrichten Zuschauer abluchsen. Jetzt hat der Privatsender der ARD schon mal den „Tagesschau“-Sprecher Marc Bator abgeluchst.

„Ich weiß, was ich der "Tagesschau" zu verdanken habe. Aber nach 13 Jahren war für mich Zeit für eine Veränderung“, zitierte ihn die Bild (Freitag). „Ich habe bei der ARD keine Perspektive mehr gesehen, weil ich mich nicht weiterentwickeln konnte. Ich wollte kein "Tagesschau"-Rentner werden.“

Laut der Zeitung liest Bator seine letzte „Tagesschau“ am Samstag nächster Woche (27. April). Ab 10. Mai werde der Journalist Chef-Moderator der Hauptnachrichten bei Sat.1. Diese werden allerdings "aus programmstrategischen Gründen“ um fünf Minuten auf 19.55 Uhr vorgezogen

„Darüber hinaus entwickelt der Sender weitere Projekte in den Bereichen Information und journalistische Unterhaltung mit ihm“, teilte der Privatsender mit. Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow sprach von einer „hochkarätigen Neuverpflichtung“. Der bisherige Sat.1-Hauptmoderator Peter Limbourg (52) war vor kurzem zum neuen Intendanten der Deutschen Welle gewählt worden.

ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke lobte den Sprecher: „Marc Bator hat bei uns ausgezeichnete Arbeit geleistet. Wir haben ihn menschlich und fachlich außerordentlich geschätzt.“

Nachfolgerin wird Linda Zervakis

Linda Zervakis wird Marc Bators Platz einnehmen.

Linda Zervakis wird in der 20-Uhr-Sendung Bators Platz einnehmen. Die gebürtige Hamburgerin mit griechischen Wurzeln ist seit Februar 2010 Sprecherin bei der „Tagesschau“. Sie wurde 1975 in Hamburg geboren. Seit 2001 arbeitet sie für den NDR, zunächst für den Hörfunk, ab 2004 auch vor der Kamera als Nachrichtensprecherin und Reporterin für das „Schleswig-Holstein Magazin“. 2009 vertrat Linda Zervakis Gabi Bauer und Ingo Zamperoni im „Nachtmagazin“. „Mit Linda Zervakis wird die Tagesschau jünger, weiblicher und internationaler“, sagte ARD-Aktuell-Chef Gniffke.

dpa

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