Keine Comedians im Sportschau-Club

Waldis Club: Nachfolger verzichtet auf Klamauk

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Matthias Opdenhövel führt durch den "Sportschau-Club"

München - Waldis Club im Ersten ist Geschichte, doch auch künftig verzichtet die ARD nicht auf einen Fußball-Talk nach Länderspiel-Übertragungen. Der Unterschied: Fortan soll nur noch seriös über Fußball diskutiert werden.

Keine Kabarettisten, keine Schauspieler, kein bierseliges Publikum mehr: „Waldis Club“ ist geschlossen, dafür öffnet an diesem Dienstag (23.30 Uhr) der „Sportschau-Club“ als neuer Länderspiel-Nachklapp der ARD erstmals seine Tür. Moderator Matthias Opdenhövel, der den darüber verstimmten Kollegen Waldemar Hartmann abgelöst hat, begrüßt nach dem WM-Qualifikationsspiel zwischen Österreich und Deutschland seine Gäste aus einem Glasstudio in Wien.

Zur Premiere sind DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, der ehemalige Stuttgarter Bundesligaspieler Franz Wohlfahrt und Ralf Rangnick eingeladen. Der frühere Schalke-Trainer arbeitet nach seiner Auszeit derzeit als Sportdirektor für Red Bull Salzburg in Österreich. Die Personen-Auswahl verrät schon einiges über das Sendekonzept. „Wir werden nur Gäste aus dem Fußball-Bereich haben“, sagte Opdenhövel.

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Bei seinem Vorgänger „Waldi“ sah das anders aus. Neben Dauergast, Comedian und Verwandlungskünstler Matthias „Matze“ Knop liefen bei Hartmann auch Schauspieler wie Til Schweiger oder Sänger wie Campino auf. Die Sendung erreichte bei ARD-Länderspielen seit der WM 2006 beachtliche Quoten. Dennoch stieg Hartmann aus. Er war mit der Dauer der angebotenen Vertragsverlängerung nicht einverstanden.

Auch das neue Format soll die Fußball-Fans unterhalten. Dafür spricht schon der Name Opdenhövel. Der frühere Stadionsprecher von Borussia Mönchengladbach hat seit seinem Debüt als Moderator der Samstag-„Sportschau“ vor einem Jahr überwiegend positive Kritiken erhalten. Beim „Sportschau-Club“ wechselt er sich mit seinen „Sportschau“-Kollegen Gerhard Delling und Reinhold Beckmann zunächst bis zum Jahresende ab. Nach der Probe-Phase will der Sender entscheiden, wie es mit dem Fußball-Talk im Ersten weitergeht.

dpa

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