Trash-TV mit Wirkung

Medienkritik – Das Sommerhaus der Stars (RTL) als Sozialisierungsmotor

Rückansicht des Gebäudes in dem der Fernsehsender RTL das „Sommerhaus der Stars“ drehen wird.
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Das Sommerhaus der Stars wird in diesem Jahr erstmals nicht im Ausland aufgezeichnet, sondern wegen der Corona-Pandemie in Deutschland.

Trash-TV könnte mehr als nur unterhalten. In der spielerischen TV-Grenzüberschreitung sehen einige die Chance auf das gemeinsame Weiterdenken von Werten und Moral.

Bocholt in Nordrhein-Westfalen: Auf RTL läuft gegenwärtig das an „Big Brother“ angelehnte Trash-Format „Das Sommerhaus der Stars“ – diverse mehr oder weniger berühmte Promi-Paare müssen gemeinsam in einem Bauernhofgebäude leben und dort einige Wochen miteinander klarkommen. Dabei gibt es natürlich, wie beim Trash-TV üblich, Stunk und Drama. Soweit nichts Neues.

Welche Handlung nun instinktiv, welche provoziert und welche gespielt wird – das muss das Publikum für sich selbst entscheiden. Doch auch eine andere Entscheidung kann getroffen werden. Die der Moral. Grenzüberschreitungen im Fernsehen sind auch immer auf die echte Welt übertragbar. Man kann sich zumindest davon abgrenzen und die eigenen Werte durch diese Abgrenzung schärfen. Doch geschieht das beim Trash-TV – kann uns Mobbing beim Sommerhaus der Stars zu besseren Menschen machen* oder bleibt es beim Ergötzen am angeblichen Schlechter-Sein der Promis? *nordbuzz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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