Ärger für ProSieben

"Joko & Klaas": Duell mit dem Jugendschutz

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"Joko & Klaas": Verstoß gegen die Jugendschutzbestimmungen?

Berlin - ProSieben hat Ärger mit dem Gesetz: Mit der Show "Joko & Klaas" soll der Sender gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen haben. Auch ein zweites Format könnte noch Probleme bereiten.

ProSieben und das TV-Entertainer-Duo „Joko & Klaas“ im Duell mit der deutschen Medienaufsicht: In deren Augen hat der Sender im ersten Halbjahr 2013 gleich zwei Mal gegen die deutschen Jugendschutzbestimmungen verstoßen, wie die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) in ihrem am Montag veröffentlichten Halbjahresbericht mitteilte.

Die Show „Joko gegen Klaas“ wurde von den Jugendschützern deswegen beanstandet, weil gleich zwei Folgen morgens um 7 Uhr wiederholt wurden. Durch die riskanten Mutproben und Aktionen könnten Zuschauer bis 12, für die die Sendezeitgrenze zwischen 20 und 6 Uhr morgens liegt, in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden.

Für Jugendliche unter 16 Jahren sei außerdem die ProSieben-Dokumentation „Unter fremden Decken - Auf der Suche nach dem besten Sex der Welt“, die zur Hauptabendzeit um 20.15 Uhr gezeigt wurde, nicht geeignet gewesen.

Nach Ansicht der KJM „können mehrere Szenen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern oder verunsichern, weil sie die dargestellten Sexualpraktiken nicht einordnen können“, hieß es. „Außerdem wurde die Verbindung von Sexualität und Alkohol kritisch gesehen.“ Die Sendung hätte daher nach 22 Uhr ausgestrahlt werden müssen.

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Insgesamt stellte die KJM im ersten Halbjahr 16 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) fest - sieben davon kamen aus dem Rundfunk-, neun aus dem Telemedienbereich.

dpa

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