Opdenhövel über seine neue Show „Opdenhövels Countdown“

+
Der neue Hoffnungsträger der ARD wird mehrfach eingesetzt: Matthias Opdenhövel moderiert neben seinem Dauer-Job „Sportschau“ ab heute, 20.15 Uhr, auch die neue Unterhaltungsshow „Opdenhövels Countdown“.

München - Cool, clever und smart: Matthias Opdenhövel hat immer einen Spruch parat. Einem breiteren Publikum wurde er als Moderator der Show „Schlag den Raab“ auf Pro Sieben bekannt, doch vorigen Sommer wechselte er zur ARD.

Dort moderiert er die „Sportschau“, nun bekommt der 41-Jährige seine erste regelmäßige Spielshow: In „Opdenhövels Countdown“ (Donnerstag, 20.15 Uhr, ARD) treten vier Kandidaten gegeneinander an, im Finale geht es um bis zu 100.000 Euro. Für heuer sind weitere Ausgaben geplant.

Sie moderieren auch die „Sportschau“. Macht die ARD-Sendung Spaß?

Es macht wahnsinnigen Spaß! Die Sendung sitzt wie ein gut geschnittener Anzug. Das Team ist toll, die Bundesligasaison ist spannend wie nie – ich kann nicht meckern. Ich freue mich auf jede einzelne Sendung.

Um die Vergabe der Bundesligarechte ist ein Poker entbrannt. Fans befürchten, dass es die „Sportschau“ so bald nicht mehr gibt.

Das Produkt „Sportschau“ ist so stark, dass alle Beteiligten wissen, was sie daran haben – sechs Millionen Zuschauer jeden Samstagabend zu bekommen, das ist bei einer Internet-Sportschau unmöglich. Das wissen die Vereine und auch die Sponsoren.

Sie starten jetzt Ihre erste ARD-Show. In welcher Liga spielt sie?

Ich würde sie mit einem Meisterschaftskampf vergleichen. Vier Kandidaten müssen um bis zu 100 000 Euro kämpfen. Das Besondere ist, dass sie abwechselnd gemeinsam und gegeneinander spielen, mal sind sie Rivalen, mal spielen sie im Team. Das bedarf also einer psychischen Belastbarkeit. Wir benötigen zwar keine Superhelden, aber die Kandidaten sollten mal ein Schwimmbad von innen gesehen haben.

Was ist denn typisch Opdenhövel an der Show?

Für mich ist eine Unterhaltungsshow spannend, wenn ich nicht festgetackert hinter dem Pult stehe – und wenn sich auch die Kandidaten bewegen dürfen. Wenn es um sportliche Aktionen, spannende Spiele und auch um Wissensfragen geht.

Wie frech dürfen Sie das Ganze kommentieren?

Genauso wie immer. Viele haben mich gefragt, wie sehr ich mich mit meinem Wechsel verändern musste. Man hat mich aber bei der ARD von Anfang an darum gebeten, mich überhaupt nicht zu verändern.

Weil Sie die jüngere Zielgruppe ansprechen sollen...

Es wurde mir gesagt: „Beiß dir bloß nicht auf die Zunge, wenn dir etwas auf selbiger liegt, bloß weil die Eins oben in der Ecke vom Bildschirm ist. Hau’ es raus.“ Man hat sich bewusst überlegt, dass Opdenhövel drin ist, wo Opdenhövel draufsteht.

Und an Ihrer markanten Brille hat auch niemand rumgemeckert?

Nein, die Brille gehört zu mir. Ich war ja sogar mal Brillenträger des Jahres. Das ist die einzige Auszeichnung in meinem Leben, für die ich nichts kann, außer augenkrank zu sein. Und dafür einen Preis zu bekommen finde ich super.

Wie schlecht sehen Sie denn?

Rechts ist es okay, links sehe ich wegen einer Hornhautverkrümmung schlechter. Die Dioptrien weiß ich nicht genau. Als ich in der Jugend Fußball gespielt habe und drei Mal aus zwölf Metern übers Tor geballert habe, dachte ich mir: Irgendwas stimmt nicht. Dann bin ich zum Augenarzt gegangen, und danach sind die Tore wieder gefallen.

Wie viele große Shows stehen heuer auf Ihrem Programm?

Wir machen fünf oder sechs Ausgaben von „Opdenhövels Countdown“, und im Sommer moderiere ich ein großes Live-Event am Samstagabend, das heißt „Brot und Spiele“. Es wird ein Römerspektakel. Prominente Kandidaten werden sich beim Wagenrennen oder beim Galeerenrudern messen. Man wird auch was über den geschichtlichen Hintergrund lernen, etwa wie sich die alten Römer ernährt haben. Insgesamt sind wir damit bei sieben Abendshows, dazu kommen die Sportmoderationen.

Sind Sie damit der legitime Nachfolger von Jörg Pilawa?

Schon allein dadurch, dass ich neben der Unterhaltung auch den Sport als Säule habe, ist die Parallele zum Kollegen nicht gegeben. Aber ich freue mich, dass es einiges für mich zu tun gibt.

Was wäre die Krönung Ihrer Karriere als Sportmoderator?

Ich würde es begrüßen, wenn ich am letzten Tag der Europameisterschaft ein Interview mit einem deutschen Spieler machen könnte, der einen schönen polierten Pokal in der Hand hat. Die Voraussetzungen sind nicht schlecht.

Das Gespräch führte Cornelia Wystrichowski.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare