So ist das Leben im Dschungel wirklich

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Das Leben in der australischen Wildnis war für Günther Kaufmann kein Zuckerschlecken

München - Ungeziefer, Dreck und Kälte: Das erwarten elf mehr oder weniger bekannte Promis bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus". Günther Kaufmann hat das alles hinter sich und verrät, wie es im Dschungel wirklich ist.

Der Schauspieler (63) war vor zwei Jahren im Camp. Damals schaffte es Ingrid van Bergen auf den Dschungel-Thron. Kaufmann, wie es in der Wildnis wirklich läuft.

Dschungelcamp: Das sind die 11 Kandidaten

Dschungelcamp: Das sind die 11 Kandidaten 2011

Am Freitag startet die neue Staffel Dschungelcamp. Wie geht es Ihnen damit?

Günther Kaufmann: Wunderbar! Ich würde ja gerne auch wieder unten sein. Allerdings möchte ich nicht mehr in Dschungel. Lieber wie Bach und Zietlow moderieren und die Kandidaten begleiten - mit ähnlich hämischen Kommentaren.

Haben Sie noch Interesse am Dschungelcamp?

Kaufmann: Natürlich. Absolut. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Hart, wirklich hart. Man kriegt nichts zu essen, wenn man keine Sterne gewinnt. Es gibt nur Bohnenwasser zu saufen, eine handvoll Bohnen und einen Esslöffel Reis. Sie müssen Holz schleppen und Wasser abkochen. Ich habe in 13 Tagen 13 Kilo abgenommen.

Was war am schlimmsten?

Kaufmann: Der Hunger. Es gab auch schlimme Prüfungen, etwa das Teufelsrad. Ich musste ran, die anderen waren zu feige. Da wurde ich durch drei Bottiche gezogen. Im ersten Becken waren Babykrokodile, die zwickten wie verrückt, und Aale. Das zweite war mit stinkenden Fischabfällen gefüllt. Dann ging’s durch Federn und riesige grüne Ameisen, die bissen. Furchtbar. Sie stinken drei Tage lang.

Warum haben Sie sich das freiwillig angetan?

Kaufmann: Ich bin Abenteurer, war vier Jahre lang bei der Bundesmarine. Ich liebe das Fremde, die Gefahr. Ein wichtiges Argument ist die Gage, wenn man Schulden hat, so wie ich. Beim Dschungelcamp verdienen die Kandidaten ja ganz gut in den paar Tagen. Das Geld war zwar schnell wieder weg, aber egal. Es war auch Spaß dabei.

Derzeit sorgen heftige Regenfälle für Überschwemmungen …

Kaufmann: Wir hatten ja zum Glück nur einen Tag Regen. Das wird übel, wenn es Tag und Nacht regnet. Die Schlafsäcke saugen sich voll. Dann machen die Leute den größten Fehler: Sie legen die Schlafsäcke ans offene Feuer. Dort schmelzen die Schlafsäcke schön langsam vor sich hin.

Bei dieser Staffel darf man nur noch zwei Dinge mitnehmen. Sie durften noch drei Sachen mitnehmen. Was hatten Sie im Gepäck?

Kaufmann: Ich hatte nichts Besonderes dabei. Eine Badebürste zum Kratzen, ein Kopfkissen und drei rote Unterhosen.

Was haben Sie den ganzen Tag gemacht?

Kaufmann: Es gibt Langeweile, aber nur ein paar Stunden. Schon morgens muss man Trinkwasser abkochen, dann Holz schleppen und das Feuer am Brennen halten, dazu die ständige Filmerei. Ich war froh, wenn ich liegen konnte. Hab’ die Frauen dirigiert und mir Bohnenwasser bringen lassen. Dazu lag Giulia Siegel den ganzen Tag auf meinem Bauch, das sahen die Zuschauer aber im Fernsehen nicht.

Was wollte Frau Siegel?

Kaufmann: Meine Zigaretten! Es gab nur drei am Tag. Da sie ketterauchte, musste ich ihr welche abgeben. Da war ich der beste Freund. Irgendwann ziehen zehn Mann an einer Zigarette. Furchtbar.

Auf engstem Raum mit, sagen wir, extrovertierten Persönlichkeiten – wie funkioniert das?

Kaufmann: Reibereien gab es, zumindest am Anfang. Das wollen die Zuschauer auch sehen. Hauptsächlich gab es ja Ärger zwischen Ingrid van Bergen und Superzicke Giulia.

Was war Ihre Strategie?

Kaufmann: Ich hab mal gebrüllt und dann war Ruhe. Ansonsten hab ich mich zurückgehalten. Meine Rolle war ja auch eher der Fels in der Brandung.

Wer wird Dschungelkönig 2011?

Kaufmann: Ich sehe Katy Karrenbauer als Dschungelkönigin. Aber sie muss aufpassen. Sie will das Image der harten Frau loswerden. Aber sie darf sich nicht verstellen. Das geht nach hinten los.

Wer macht sich zum Kasper?

Kaufmann: Das ist nicht so einfach. Ich weiß, wer die männliche Giulia Siegel wird: Mein Freund Mathieu Carrière.

Mit wem wird er Probleme haben?

Kaufmann: Ich glaube, er kann Rainer Langhans nicht leiden. Aber der schwebt ja über dem Dschungel und meditiert den ganzen Tag. Mit dem ist nicht viel anzufangen. Richtig zusammenrasseln wird Carrière mit Indira Weis, die glaubt, sie sei besonders schön. Ich glaube, er steht irgendwie auf sie, aber hasst sie auch. Ihre zickige Art kann er nicht ab. Ansonsten wird es mit den anderen Damen spannend. Insgesamt keine uninteressante Mischung.

Sprungbrett Dschungelcamp: Ist die Teilnahme für die Karriere förderlich?

Kaufmann: Ich glaube nicht. Oder besser, nicht für alle. Für mich war es förderlich. Ich kam halt ehrlich rüber. Für die Zuschauer war klar: Der Kaufmann ist kein Mimer.

Gibt es einen Dschungel-Stammtisch?

Kaufmann: Nein! Ich bin froh, wenn ich keinen mehr sehe. Gut, Ingrid von Bergen ist eine tolle Frau, aber die Anderen? Nein. Das ist erledigt. Jeder geht seine Wege und gut.

Würden Sie noch mal mitmachen?

Kaufmann: Auf jeden Fall!

Interview: Martin Müller

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