Riesenärger auf Song-Contest-Jury

LaBrassBanda-Fans wittern Verschwörung

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LaBrassBanda-Sänger Stefan Dettl

Hannover - Zählt man das Voting des Publikums zusammen, würden LaBrassBanda zum Eurovision Song Contest 2013 fahren. Doch die Jury hatte etwas dagegen. Die Fans der Chiemgauer sind stinksauer.

Die Band Cascada fährt für Deutschland zum Eurovision Song Contest 2013 nach Malmö. Ginge es rein nach dem Publikum, hätte die Vorentscheid-Siegerband am Donnerstag aber LaBrassBanda gelautet. Beim Radio-Voting belegte die Band aus dem Chiemgau den ersten Platz, beim Live-Publikumsvoting während der Show den zweiten. Zählt man beides zusammen, hätten LaBrassBanda vor Cascada gewonnen.

Doch die Jury hatte etwas dagegen: Die fünf Experten straften LaBrassBanda mit einem von zwölf möglichen Punkten ab. Wegen der Juroren-Entscheidung war die Bläser-Combo letztlich chancenlos.

Die Fans von LaBrassBanda sind stinksauer und machen ihrem Ärger unter anderem auf der Facebook-Seite der Band Luft. "Schiebung und Plagiat", schimpft eine andere Nutzerin. Eine weitere schreibt: "Auch die Preißn lieben LaBrassBanda. Das ganze Land liebt die Truppe. Nur eine fünfköpfige, komische Jury hat nicht verstanden, worum es dem Land geht beim ESC." Eine Anhängerin wundert sich vor allem über das System: "Wie kann es denn bitte sein, dass die Meinung von fünf, musikalisch scheinbar völlig inkompetenten, Hanseln die gleiche Gewichtung bekommt wie der Rest Deutschlands?"

Es wird sogar noch deutlicher: "Was gestern beim Vorentscheid ablief, glich einem Skandal", schreibt ein User. "Wie kann sich ein Hörerpublikum so täuschen und LaBrassBanda die volle Punktzahl von 108 geben und die Jury bewertet den Auftritt nur mit einem Punkt? Wenn man ihnen nicht die 12 Punkte gegeben hätte und vielleicht 8 oder 10, wäre es noch nachvollziehbar gewesen." Der Fan wittert eine Verschwörung: "Man wollte mit Ach und Krach vermeiden, dass die bayerische Band nach Schweden fährt und wollte, dass Cascada das Rennen macht. So eine Entscheidung macht den Wettbewerb unglaubwürdig und auch unattraktiv."

"Unser Song für Malmö" - Bilder vom Cascada-Sieg

"Unser Song für Malmö" - Bilder vom Cascada-Sieg

Er ist nicht der Einzige, der eine Verschwörungstheorie aufstellt. Eine Facebook-Userin postete: "Die Punkte sind deshalb so wenige gewesen weil Leute aus der Jury im Plattenlabel von Cascada sind! Das war von Anfang an geplant... Sauerei." Tatsächlich wird etwa auch die Musik von Juror Roman Lob über Universal Music vertrieben - da es sich um die größte Plattenfirma Deutschlands handelt, ist dies aber wenig erstaunlich.

Juror Lob wird bei Facebook persönlich angegangen: "Wie viel Kohle gab es?", fragt dort einer, ein weiterer meint: "Lieber Roman, du solltest dich mal im Spiegel ansehen, ob du, gerade du, so etwas wie die im ESC sehen willst. Die muss immerhin Deutschland vertreten. Schäm dich einfach für die Entscheidung!"

Natürlich sind viele auch glücklich, dass Cascada gewonnen hat. Einer von vielen Glückwünschen auf ihrer Facebook-Seite: "Yes, besser gehts nicht... seid großartig... und sch*** auf die Hater... Drück euch die Daumen...Rock it.and.Shake it... Die Halle wird tanzen."

Wo es nur einen Sieger gibt, gibt es eben viele Verlierer ...

lin

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