Das ZDF lässt „Rex“ nicht einschläfern!

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Keinen Grund zur Sorge: Der beliebte Polizeihund „Kommissar Rex“ und sein Herrchen (Kaspar Capparoni) werden weiterhin im ZDF ermitteln

Mainz - Die Fans befürchteten eine Absetzung der Serie, doch die Münchner Zeitung tz erfuhr: „Kommissar Rex“ wird vom ZDF nicht eingestellt.

„Und heute schon wieder kein Rex – Leichtathletik-WM. Was kommt nächste Woche? Fußball?“, beklagt sich Kommissar-Rex-Fan Fjemjen im Internet-Forum des ZDF. „Ich glaube, das ZDF will Rex einschläfern – wegen der Quote“, schreibt Alexx. Den treuen Zuschauern von Kommissar Fabbri und seinem vierbeinigen Kollegen hat der Mainzer Sender in den vergangenen Wochen arg mitgespielt: Vier Folgen sind seit dem Start der Polizeiserie am 9. Juli wegen kurzfristig eingeplanter Sportsendungen, ausgefallen. Das verärgerte die Fangemeinde. Viele glaubten gar, der beliebte Polizeihund werde bald nicht mehr aus dem Bildschirm bellen.

Doch die Fans können aufatmen: Wie die Münchner Zeitung tz erfuhr, wird das ZDF unvermindert an Kommissar Rex festhalten: „Es gibt keinen Grund zur Panik“, sagte der zuständige Redakteur Wolfgang Feindt am Mittwoch der tz. „Wir sind mit dem Sendeplatz zufrieden.“ Die erste Folge schauten 5,5 Millionen Zuschauer (Marktanteil 19,5 Prozent), bei der zweiten (14,7 Prozent) und der dritten Episode (12,9 Prozent) ließ das Interesse der Fernsehzuschauer an dem tierischen Kommissar jedoch nach. „Das lag an einem Gewitter, das zu einem achtminütigen Sendausfall der dritten Folge führte“, erklärt Feindt.

Doch Einschaltquote hin oder her – die ausgefallenen vier Sendungen zeigt das ZDF im direkten Anschluss, sprich bis zum 8. Oktober. 30 Rex-Folgen insgesamt hatte das ZDF von den Italienern gekauft. „Auch die restlichen 20 Episoden werden ausgestrahlt“, so Feindt. Indessen wird im Internet kontrovers diskutiert, wie gut oder schlecht man den neuen Kommissar, den Italiener Kasper Capparoni, und den neuen Schauplatz Rom (vorher war es Wien) findet.

Viele sind auch mit der Synchronisation unzufrieden. ZDF-Sprecher Christian Koch erklärt das Problem: „Die Lippenbewegungen bei den romanischen Sprachen wie Italienisch oder Spanisch sind anders. Deshalb sieht es schlecht synchronisiert aus. Der Zuschauer ist meist die amerikanische oder englische Lippenbewegung gewohnt, die der deutschen viel ähnlicher ist.“

Tina Layes (tz)

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