Kampusch-Mutter bei "Aktenzeichen XY... ungelöst"

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Brigitte Sirny-Kampusch mit Rudi Cerne

München - Niemand kann sich vorstellen, was sie mitgemacht hat. Bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" spricht Brigitta Sirny-Kampusch, die Mutter von Natascha Kampusch, über die Zeit der Entführung.

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Erstmals wollen sich die ZDF-Fahnder in der Sendung “Aktenzeichen XY... ungelöst“ in einer Spezialausgabe ausschließlich vermissten Kindern widmen. Unter dem Titel “Wo ist mein Kind?“ wird am 30. März unter anderen Brigitta Sirny-Kampusch, die Mutter von Natascha Kampusch, zu Gast im Studio bei Rudi Cerne sein. Sie werde über ihre achtjährige emotionale Achterbahnfahrt zwischen Hoffen und Bangen berichten, teilte der Sender am Freitag in München mit. “Es klingt komisch, aber wenn ich von anderen schrecklichen Fällen aus den Medien gehört habe, fühlte ich mich plötzlich nicht mehr so alleine mit meinem Schicksal“, sagte Sirny-Kampusch laut ZDF-Mitteilung.

Dem Sender zufolge sind derzeit in Deutschland rund 1700 Kinder vermisst gemeldet. 510 von ihnen sind unter 13 Jahre alt. Immer wieder müsse “XY“ nach vermissten Kindern fahnden - zuletzt war es Mirko, dessen Fall ursprünglich auch in der Sendung aufgerollt werden sollte. Die Fahnder wollen zeigen, welche Wege die Polizei geht und welche neuen Kriminaltechniken sie einsetzt. Die Zuschauer werden wie stets aufgerufen, Hinweise zu geben.

Neben der Mutter von Natascha Kampusch werden auch andere Familienangehörige berichten. In der Sendung wird etwa der Fall von Felix Heger aufgerollt. Der damals Dreijährige war 2006 von seinem getrennt lebenden Vater abgeholt worden, um mit ihm das Wochenende zu verbringen. Doch Vater und Sohn tauchten nicht mehr auf. Spaziergänger fanden später die Leiche des 39-jährigen Vaters, von Felix fehlt bis heute jede Spur - seine Großeltern hoffen nun auf “XY“.

dpa

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