Ex-Sat.1-Chef: Schmidt ein geldgeiler Parasit

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Bittere Abrechnung: Roger Schawinksi (links) beschimpft Harald Schmidt als "parasitär und unverfroren".

Zürich - Harald Schmidt scheiterte mit seiner Late-Night-Show auf Sat.1. Für Roger Schawinski, Ex-Chef des Senders, ist das eine regelrechte Genugtuung. Jetzt rechnet er mit dem Entertainer ab.

Seit dem vergangenen Mittwoch ist es offiziell: Harald Schmidt konnte mit seiner Late-Night-Show auf Sat.1 nicht punkten. Der Sender gab bekannt, dass "Die Harald Schmidt Show" zum 3. Mai eingestellt wird. Jetzt rechnet Roger Schawinksi, ehemaliger Chef von Sat.1, in einem Interview mit dem Schweizer Tagesanzeiger mit dem Entertainer ab.

Bereits 2003 haben sich Schawinski und Schmidt kennengelernt, als der Moderator das erste Mal für Sat.1 arbeitete. Und schon damals kam es zwischen den beiden zum Eklat: Schmidt habe von heute auf morgen und ohne Vorwarnung gekündigt, behauptet Schawinski, und seinem ehemaligen Chef die Schuld in die Schuhe geschoben. Umso mehr entsetzte ihn das Comeback mit der "Harald Schmidt Show": "Ich traute meinen Augen nicht, als Sat.1 Schmidt zurückholte. Zumal er den Sender ja als Unterschichtenfernsehen bezeichnet hatte." Harald Schmidt habe den Sender nur ausgenommen, sich parasitär und unverfroren verhalten. Laut Schawinski kam der Moderator nur zurück, um das große Geld abzukassieren, er bezeichnete ihn sogar als "ziemlich geldgeil".

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Dass Schmidt großes Talent als Entertainer hat, sieht auch der ehemalige Sat.1-Chef. Trotzdem habe er sich maßlos überschätzt und sei zu hohe Risiken eingegangen. Es scheint, als sei Schmidt im Laufe seiner Karriere abgehoben. Das findet auch Schawinski: "Schmidt ist der übelste Zyniker, den ich jemals getroffen habe. Ich erinnere mich an einen Satz, den er zu mir sagte: 'Weißt du Roger, der schönste Moment war, als ich alle meine Leute entlassen konnte.'"

Für das Aus der "Harald Schmidt Show" hat der Ex-Chef keine warmen Worte übrig: "Dumm gelaufen." Er könne sich nicht vorstellen, wer Schmidt jetzt noch aufnehmen, geschweige denn ihm eine neue Sendung geben sollte.

msa

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