Bitterböse Komödie aus Norwegen

„Einer nach dem Anderen“ als Fargo-Variante

Bei der bitterbösen Komödie „Einer nach dem Anderen“ aus Norwegen ist der Titel Programm: Einer nach dem anderen stirbt. Unsere Kinokritik

Wie originell und variantenreich in seiner Heimat gestorben werden kann, zeigt der norwegische Regisseur Hans Petter Moland mit viel Fantasie in dieser „Fargo“-Variante. Mit dem Mord an einem Unschuldigen beginnt der Todesreigen. Dessen Vater Nils (Stellan Skarsgård), in seiner kleinen Gemeinde soeben zum „Bürger des Jahres“ gewählt, macht sich auf die Suche nach dem Mörder seines Kindes – und spürt bei der Recherche immer mehr potenzielle Kandidaten bis hin zu einem serbischen Mafia-Kartell auf.

Moland hat sich offensichtlich von den Filmen der Coen-Brüder oder von Tarantino inspirieren lassen. Doch er kupfert nicht ab, sondern ergänzt und kombiniert in „Einer nach dem anderen“ die finster-lakonischen US-Filme mit der bitteren Melancholie des skandinavischen Kinos. Das Ergebnis ist ein großer, verrückter, bösartiger Spaß – und Bruno Ganz als serbischer Gangsterboss einfach eine Schau.

Ulrike Frick

Rubriklistenbild: © Neue Visionen Filmverleih

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare