In ZDF-Reihe spielt er Weltenbummler

Nach langer Pause: Sascha Hehn wieder im TV

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Kehrt zurück auf den Bildschirm: Sascha Hehn.

München - „Traumschiff“ und „Schwarzwaldklinik“ waren gestern. Heute ist Sascha Hehn ein seltener Gast geworden im TV. Nach langer Pause kehrt er jetzt zurück auf den Bildschirm.

Dass er solange nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen war, liegt an den Machern, sagt Sascha Hehn. Und vielleicht auch daran, dass es zu viele Krimis gibt.

Früher war er als Steward auf dem „Traumschiff“ oder als Arzt in der „Schwarzwaldklinik“ kaum wegzudenken vom Bildschirm, heute ist er ein eher seltener Gast geworden im deutschen Fernsehen. An diesem Sonntag (20.15 Uhr) ist es wieder so weit. Dann ist Sascha Hehn (57) in der ZDF-Reihe „Ein Sommer in...“ zu sehen. Dieses Mal ist es ein „Sommer in Schottland“.

Hehn spielt darin den schweigsamen, naturliebenden Weltenbummler und Landschaftsfotografen Richard, der sich in die frisch geschiedene Monika (Marion Kracht) verliebt, die mit ihrer Mutter zum Schottland-Urlaub aufgebrochen ist und die Flucht ergreift, als sie merkt, dass sie in einem Bus voller Rentner durch das Land gekarrt werden soll.

Der Zufall - oder das Schicksal - führt sie in den Ort, in dem sie vor 30 Jahren als Austauschschülerin sehr glücklich war. Dort trifft sie auf ihre erste große Liebe, Angus Sinclair (David C. Bunners), der inzwischen eine Whisky-Destille besitzt, und eben auf Richard, mit dem sie die Liebe zu Schottland teilt. Und schon steht Monika zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern.

„Es muss einfach auch etwas gegen den "Tatort" geben. In diesem Fall: Wunderbare Bilder aus Schottland und eine hübsche Liebesgeschichte“, sagte Hehn im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. „Wir haben zu viele Krimis. Das stumpft ab. Selbst wenn ich und meine Filme als oberflächlich oder leichte Kost angesehen werden - ich will mir lieber so etwas angucken und ruhig schlafen.“

Und noch etwas habe ihn bewogen, die Rolle anzunehmen: Marion Kracht. „Ich habe zu "Traumschiff"- und "Schwarzwaldklinik"-Zeiten das letzte Mal mit Marion Kracht zusammengearbeitet. Ist doch schön, wenn wir jetzt im Alter mal wieder zusammentreffen.“

Doch nicht nur darum habe er die Dreharbeiten genossen. „Schottland hat mir sehr gut gefallen: Natur, Fischen, Golfen, Zufriedenheit. Das gehört zu den Glücksmomenten in unserem Beruf, wenn man solche Orte besuchen darf und Millionen Zuschauer auch noch Freude daran haben.“

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Auch die Rolle des verschlossenen Richard habe ihn gereizt, mit dem er die Liebe zur Natur teile. Hehn lebt seit Jahren zurückgezogen in Bayern auf dem Land - weit weg von der Hektik der Großstadt und dem Glamour von früher.

„Das war eine ganz klare Entscheidung von mir, aus der Stadt aufs Land zu ziehen und diesen Irrsinn dort, der sehr lustig war, hinter mir zu lassen“, sagt er. „Ich habe das alles genossen in der ersten Etage, aber heute sehe ich das sehr relaxed und habe ganz andere Ambitionen.“

Immer wieder werde er gefragt, warum er nicht öfter im Fernsehen zu sehen sei. „Das liegt aber nicht an mir, sondern an den Machern.“ In Zukunft werde sich das aber ändern: „Ich kann noch nichts verraten, aber da wird demnächst einiges passieren.“ Er sei allerdings froh, seine Karriere heute nicht mehr starten zu müssen. „Der Beruf ist ein anderer geworden als er früher war. Ihr wart uns damals ausgeliefert - es gab nur drei Programme.“

dpa

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