Schulden in Millionenhöhe

Dieses Land wurde vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen

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Der ESC ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb.

Genf - Für den rumänischen Sänger Ovidiu Anton ist der diesjährige Eurovision Song Contest vorbei, bevor er begonnen hat. Diese Maßnahme wurde jedoch aus einem triftig Grund ergriffen.

Wegen ausstehender Schulden in Millionenhöhe ist Rumänien von dem Musikwettbewerb ausgeschlossen worden. Wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Freitag mitteilte, belaufen sich die Schulden Rumäniens bei der EBU mittlerweile auf umgerechnet 14,5 Millionen Euro. "Wir bedauern zutiefst, dass wir diese Maßnahme ergreifen mussten", hieß es.

Eurovisions-Organisator EBU erklärte, seit Januar 2007 habe der rumänische Rundfunk TVR Schulden angehäuft. Letztlich sei die finanzielle Stabilität der Europäischen Rundfunkunion selbst in Gefahr gewesen. "Wir sind enttäuscht, dass die rumänische Regierung auf all unsere Versuche, dieses Problem zu lösen, keine Antwort gegeben hat." Ein rumänischer Regierungssprecher sagte dazu, es sei "leider keine Lösung" gefunden worden. Bukarest habe erst vor wenigen Tagen vom Ernst der Lage erfahren.

Die EBU erklärte dagegen, die Organisatoren hätten in diesem Jahr bereits vier Mal an die rumänische Regierung geschrieben, jedoch keine Antwort bekommen. Zudem seien mehrere Versuche unternommen worden, die Schuldenlast umzustrukturieren, da der rumänische Rundfunk erhebliche finanzielle Probleme hat. Rumänien erhielt demnach mehrere Fristen zur Begleichung einer Teilschuld und ließ diese verstreichen.

Der ESC ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb. Das Finale findet am 14. Mai in Stockholm statt. Rumänien hat den Wettbewerb bislang noch nicht gewonnen, zwei Mal landete das Land auf dem dritten Platz. In diesem Jahr sollte Anton mit dem Titel "Moment of Silence" antreten.

AFP

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