Bruderkuss-Plakat: SPD wirft TV-Team raus

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Wegen dieses Plakats wurde ein Team der NDR-Sendung Extra3 von einer SPD-Wahlveranstaltung geworfen.

Kiel - Bei der SPD liegen offenbar die Nerven blank: Tobi Schlegl, Moderator der Sendung Extra3, wurde von einer Wahlveranstaltung der Genossen geworfen. Grund: Ein provokatives Satire-Plakat.

Das Video

mit dem Rauswurf des Extra3-Teams von der SPD-Wahlveranstaltung sehen sie
unter diesem Link.

Die Genossen der SPD sind wenige Wochen vor der Bundestagswahl (Sonntag, 27. September) leicht reizbar: Tobi Schlegl, der sich neuerdings zum „Realitätsbeauftragten der SPD“ ernannt hat, zog sich mit einer Satire-Aktion den Zorn der Genossen zu. Bei einer Wahlveranstaltung am 2. September in Kiel präsentierte er ein Satire-Plakat, das SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier beim sozialistischen „Bruderkuss“ mit Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine zeigt. Botschaft: Die SPD kann nur in einer Koalition mit der Linken an der Macht bleiben. Weitere Spitze: Neben dem SPD-Logo steht: „bundesweit wählbar“. Eine Anspielung auf die aktuell miesen Umfragewerte der Genossen.

Jungsozialisten verhüllen das Konterfei des Linken-Chefs Lafontaine.

Auf einem Video, das der Norddeutsche Rundfunk vor der Ausstrahlung der Sendung im Netz veröffentlicht hat (siehe Link) ist der Eklat zu sehen: Kaum dass Schlegl einer Gruppe von Jungsozialisten (so heißt die SPD-Jugendorganisation) das Plakat zeigt, verhüllen einige von ihnen in das Konterfei von Lafontaine (der übrigens von 1995 bis 1999 selbst SPD-Chef war). Als ein Juso zu Tobi Schlegl sagt: „Der wird auch so Kanzler“, spottet der Moderator: „Jaja. Habt Ihr gehört, wie viele da lachen?“

Schließlich schreiten anwesende Polizisten ein. Die Ordnungshüter verweisen Schlegl und sein Team von der Wahlveranstaltung.

Der komplette Beitrag wird am kommenden Sonntag, 6. September, um 22:45 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt.

Übrigens: Das umstrittene Bruderkuss-Plakat gibt es unter diesem Link auf dem Blog von Extra3 zum Download.

fro

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