Kinotrailer und Filmkritik

Die Abenteuer von "Bibi & Tina"

Berlin - Als Bücher, Hörspiele oder Zeichentrickserie haben „Bibi & Tina“ mindestens eine Mädchengeneration von Hexen und von Pferden träumen lassen. Jetzt hat Detlev Buck die Geschichten auf die Leinwand geholt.

Die für Erwachsene stets ähnlich anmutenden Geschichten um Hexe Bibi Blocksberg und ihre Freundin Tina vom Reiterhof handeln von Sommerfrische, Ponys, süßen Buben und fiesen Rivalinnen. Inhaltlich legt da auch Detlev Buck nicht nach. In seiner knallbunten Musical-Variation der Vorlagen bietet er aber einige fantasievolle Szenen und jede Menge Songs von Ex-Rosenstolz-Mann Peter Plate.

Die Charaktere holte Buck glaubwürdig aus ihrer tranig-biederen Zeitlosigkeit in die Gegenwart junger Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren, zwischen bester Freundin und erstem Kuss. Er hat drei Töchter, das ist seinem Film anzumerken. Inmitten des peppigen Bilderrauschs, der sanften Balladen, schmissigen Rhythmen und des Hip-Hop merkt man erst am Ende, wie wenig seine Titelheldinnen schauspielen können. Macht nichts. Die beste Rolle hat sowieso Charly Hübner vom Rostocker „Polizeiruf 110“ als fieser Bösewicht. Dass der was kann, wusste man – spätestens aber seit dieser absolut hinreißenden, gnadenlos komischen Gesangseinlage. (In München: Mathäser, Cinemaxx, Royal, Leopold, Cadillac, Kino Solln.I

ulf

Rubriklistenbild: © DCM/dpa

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