Zeugen der Loveparade-Katastrophe kämpfen mit Folgen

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Tausende Raver drängen sich am 24.07.2010 in und vor dem Tunnel in Duisburg, in dem sich eine Massenpanik ereignet hat.

Düsseldorf - Auch mehr als acht Monate nach der Loveparade haben viele Verletzten oder Augenzeugen die Katastrophe noch nicht verarbeitet. Manche leiden auch heute noch unter posttraumatischer Belastungsstörungen.

Einige der damals Verletzten oder Augenzeugen der Massenpanik mit 21 Toten seien wegen posttraumatischer Belastungsstörungen mehrfach in klinischer Behandlung gewesen, berichtete Anke Wendt von der Unfallkasse NRW am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf.

Auf Wunsch der Angehörigen richtet die Landesregierung zum Jahrestag der Katastrophe am 24. Juli eine Gedenkveranstaltung in Duisburg aus. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte im vergangenen Jahr bei einem Trauergottesdienst in der dortigen Salvatorkirche eine bewegende Rede gehalten. Einzelheiten stünden noch nicht fest, hieß es in der Düsseldorfer Staatskanzlei.

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Den 1,5 Millionen Euro umfassenden Hilfsfonds des Landes verwaltet die Unfallkasse. Bislang sei rund eine Million Euro vergeben worden, berichtete Wendt. Aus dem Fonds kann eine Pauschale von 500 Euro pro Krankenhaustag an Schwerverletzte und Geld an Angehörige der Loveparade-Katastrophe gezahlt werden.

Die Höchstsumme pro Antragsteller liegt bei 20.000 Euro. 81 Anträge seien eingegangen, berichtete Wendt, darunter einige von Opfern, die wiederholt ins Krankenhaus mussten. Außerdem sei an alle Familien der 21 Todesopfer finanzielle Hilfe gezahlt worden. Auch private Hilfsfonds leisten Unterstützung.

Die Schadenersatzanspüche für die Opfer sind noch ungeklärt. Insgesamt haben 258 Opfer, Angehörige und Versicherungen Ansprüche bei der Stadt Duisburg und beim Veranstalter Lopavent angemeldet.

dpa

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