Zehntausende nach Überschwemmungen obdachlos

Mexiko - Überschwemmungen nach wochenlangen Regenfällen haben im Süden Mexikos Zehntausende Menschen obdachlos gemacht. Trotz Warnung vor weiteren Regenfällen wollen sie ihre Grundstücke nicht verlassen.

Zahllose weitere Einwohner harren trotz rasch steigender Wasserstände auf den Dächern ihrer Häuser aus. Allein im Staat Tabasco stehen nach Behördenangaben die Wohnungen von mehr als 124.000 Menschen unter Wasser, 187.000 Hektar Ernte sind zerstört. Viele Menschen weigerten sich trotz der Warnung vor weiteren Regenfällen, ihren Grund und Boden zu verlassen und Notunterkünfte aufzusuchen, sagte der Gouverneur von Tabasco, Andres Granier.

Den Behörden zufolge ist in der Region schon jetzt doppelt so viel Regen gefallen wie üblicherweise in der ganzen Saison, die noch bis November andauert. Im benachbarten Staat Veracruz mussten in den vergangenen Wochen 200.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Sie habe sich erst geweigert, weil ihre 82 Jahre alte Mutter auch nicht gehen wollte, sagte Clara Luz Montalvo.

Bei der Zwangsevakuierung seien sie schließlich fast von den Fluten mitgerissen worden und hätten von Soldaten gerettet werden müssen. Angelica Martinez Galindo sagte, sie und ihre kleine Tochter seien in Sicherheit gebracht worden, als ihr das Wasser bereits bis zur Taille gestanden habe.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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