Zehn Jahre Knast für Serienvergewaltiger

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Der Serienvergewaltiger (43) wurde zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Kassel - Er hatte die Tochter seiner Freundin in seine Kasseler Wohnung gelockt, dort überfallen und mehrfach vergewaltigt. Dafür muss ein 43-jähriger, einschlägig vorbestrafter Vergewaltiger zehn Jahre in den Knast.

Das Landgericht Kassel hat am Mittwoch einen 43-jährigen Serienvergewaltiger zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Mann wurde der besonders schweren Vergewaltigung für schuldig befunden. Er war in der Vergangenheit bereits drei Mal wegen Vergewaltigung sowie wegen Körperverletzung und Raub verurteilt worden. Im konkreten Fall hatte der Mann im Februar Computerprobleme vorgetäuscht und die 18-jährige Tochter seiner Freundin um Hilfe gebeten. Als diese dann in seine Kasseler Wohnung kam, überfiel er sie, fesselte sie mit Klebeband und vergewaltigte die junge Frau mehrfach.

Der 43-Jährige war erst zwei Monate zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Darmstädter Staatsanwaltschaft hatte Ende 2009 noch versucht, die Freilassung zu verhindern und hatte wegen der Gefährlichkeit des Mannes eine nachträgliche Sicherungsverwahrung beantragt. Das zuständige Gericht musste diese jedoch wegen fehlender rechtlicher Vorgaben ablehnen.

Jürgen Stanoschek, Vorsitzender Richter am Landgericht Kassel, erklärte, dass jetzt die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung erfüllt seien. Der voll schuldfähige Angeklagte sei mehrfach einschlägig verurteilt worden, gelte weiterhin als gefährlich und habe einen Hang zu gewalttätigen Verhaltensweisen. Damit muss der Mann damit rechnen, dass er auch nach Verbüßung seiner zehnjährigen Freiheitsstrafe in Haft bleibt.

hna.de zeigt ein Video über den Prozess.

apn 

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