Tembin löst Chaos und Verwüstung aus

Zahl der Toten durch Tropensturm auf Philippinen liegt bei 200 und steigt weiter

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Das Bild zeigt Dorfbewohner, die versuchen, in Lanao Del Norte (Philippinen) über ein reißendes Hochwasser zu gelangen.

Die Zahl der Toten durch den Tropensturm "Tembin" auf den Philippinen steigt weiter an. Die Behörden sprechen außerdem von 153 Vermissten und werden wohl auch die Zahl der Opfer noch nach oben korrigieren müssen.

Update vom 24.12.2017, 10.59 Uhr:

Auf den Philippinen ist die Zahl der Toten infolge des Tropensturms "Tembin" auf mindestens 200 gestiegen. Rettungskräfte suchten auf der Insel Mindanao am Sonntag noch nach 144 Vermissten, wie die Polizei mitteilte. Die Suche wurde durch andauernde Regenfälle erschwert, vielerorts mussten die Helfer durch hüfthohes Wasser waten. Rund 70.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, mehr als 40.000 kamen in Notunterkünften unter.

Update vom 23.12.2017, 22.35 Uhr:

Mehr als 180 Tote durch Tropensturm "Tembin" auf den Philippinen Der Tropensturm "Tembin" hat auf den Philippinen verheerende Verwüstungen angerichtet. Mehr als 180 Menschen kamen ums Leben, zehntausende Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen, wie Behörden und Hilfsorganisationen am Sonntag (Ortszeit) erklärten. 

Große Teile der Philippinen werden vom Tropensturm Tembin heimgesucht.

Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen, denn viele Menschen wurden noch vermisst. "Tembin" war am Freitag an der Ostküste der zweitgrößten philippinischen Insel Mindanao im Süden der Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten vor allem in der Provinz Lanao del Norte im Nordwesten der Insel schwere Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Städte und Dörfer wurden von Schlamm- und Gerölllawinen verwüstet. Die Polizei sprach in der Nacht auf Sonntag von 182 Toten und 153 Vermissten. 

Große Teile der Philippinen werden vom Tropensturm Tembin heimgesucht.

Allein in der Stadt Sapad wurden dutzende Leichen aus dem über die Ufer getretenen Fluss Salog geborgen. Die meisten Todesopfer stammten demnach aus der flussaufwärts gelegenen Ortschaft Salvador. In Salvador selbst wurden nach Behördenangaben zahlreiche weitere Leichen gefunden. "Die Menschen wurden gewarnt", sagte der örtliche Polizeichef Wilson Mislores. "Aber weil wir selten von Tropenstürmen getroffen werden, haben die Menschen, die nahe der Flüsse leben, die Warnungen nicht ernst genommen." Besonders schwer wurde auch die Region um die Stadt Tubod getroffen. Das Bergdorf Dalama wurde vollständig zerstört. 

Große Teile der Philippinen werden vom Tropensturm Tembin heimgesucht.

Ein Fluss sei über die Ufer getreten und habe fast alle Häuser weggeschwemmt, sagte der Polizist Gerry Parami aus Tubod. "Das Dorf ist nicht mehr da." Polizisten, Soldaten und Freiwillige wurden mobilisiert, um in Schlamm und Geröll nach Leichen und Überlebenden zu suchen. Geröll- und Schlammlawinen zerstörten nach Behördenangaben auch 40 Häuser in der Stadt Piagapo. Mindestens zehn Bewohner wurden getötet, wie der Zivilschutzvertreter Saripada Pacasum sagte. Die Rettungskräfte kamen demnach nur langsam voran, weil sie vielerorts erst Felsen aus dem Weg räumen mussten. 

In einigen Regionen brachen zudem die Stromversorgung und das Kommunikationsnetz zusammen. Besondere Sorgen bereitete den Behörden die Situation auf der verarmten Halbinsel Zamboanga. Wie das örtliche Fernsehen berichtete, wurden dort mindestens drei Ortschaften überflutet. Nach Angaben der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung (IFRC) mussten auf Mindanao mehr als 70.000 Menschen ihre Häuser verlassen. "Die Menschen haben alles zurückgelassen, als sie geflohen sind, um ihr Leben zu retten", erklärte der IFRC-Programmleiter für die Philippinen, Patrick Elliott. 

Große Teile der Philippinen werden vom Tropensturm Tembin heimgesucht.

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Stundenkilometern weiter nach Westen über die Sulusee. An der Spitze der westlichen Insel Palawan war bereits am Donnerstag ein Mann von einem Krokodil getötet worden, als er sein Boot vor dem herannahenden Sturm sichern wollte, wie die Polizei mitteilte. 

Erst vor knapp einer Woche war der Tropensturm "Kai-Tak" mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweggezogen. 54 Menschen kamen ums Leben, 24 weitere werden noch vermisst. Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen und anderen Stürmen heimgesucht. Viele davon verlaufen tödlich. Zu den schlimmsten Stürmen in der jüngeren Vergangenheit zählte der Supertaifun "Haiyan", der das Land im November 2013 traf. Mehr als 7350 Menschen wurden getötet, ganze Städte wurden verwüstet.

Update vom 23.12.2017, 18:46 Uhr: Auf den Philippinen ist die Zahl der Toten infolge des Tropensturms "Tembin" auf mehr als 180 gestiegen. Die Polizei sprach in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) von bislang 182 Toten. Der Sturm "Tembin" war am Freitag an der Ostküste der Insel Mindanao im Süden der Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten vor allem in der Provinz Lanao del Norte im Nordwesten der Insel schwere Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Städte und Dörfer wurden von Schlamm- und Gerölllawinen verwüstet.

Mindanao - Wie die philippinische Polizei am Samstag mitteilte, wurden auf der südlichen Insel Mindanao bislang 133 Leichen geborgen, davon allein 36 aus einem über die Ufer getreten Fluss. Zuvor war von 74 Toten durch Überschwemmungen und Erdrutsche die Rede gewesen. Der Sturm war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden des Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Besonders schwer wurde die Region um die Stadt Tubod auf Mindanao getroffen.

Das Bergdorf Dalama wurde nach Polizeiangaben vollständig zerstört. Ein Fluss sei über die Ufer getreten und habe fast alle Häuser weggeschwemmt, sagte ein Polizist aus Tubod der Nachrichtenagentur AFP. "Das Dorf ist nicht mehr da." Geröll- und Schlammlawinen zerstörten nach Behördenangaben zudem dutzende Häuser in der Stadt Piagapo. Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Stundenkilometern weiter nach Westen über die Sulusee. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollte er am Abend an der Spitze der westlichen Insel Palawan erneut auf Land treffen.

Erst vor knapp einer Woche war der Tropensturm "Kai-Tak" mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweggezogen. 54 Menschen kamen ums Leben, 24 weitere werden noch vermisst. Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen und anderen Stürmen heimgesucht. Viele davon verlaufen tödlich. Zu den schlimmsten Stürmen in der jüngeren Vergangenheit zählte der Supertaifun "Haiyan", der das Land im November 2013 traf. Mehr als 7350 Menschen wurden getötet, ganze Städte wurden verwüstet.

afp

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