Es war erst zwei Stunden alt

Wie bringt er das übers Herz? Hier wirft ein Vater sein Baby in den Müll

Nicht vorzustellen, wie ein Mensch das übers Herz bringt. Ein Vater hat in China seine neugeborene Tochter in einer Papiertüte einfach in den Müll geworfen.

In der chinesischen Provinz Yunnan hat ein Vater seine neugeborene Tochter in den Müll geworfen. Das Baby sei zuhause geboren und gerade einmal zwei Stunden alt gewesen, berichtet die Zeitung „Yunnan Ribao“ am Montag auf ihrer Webseite.

Die Überwachungskamera zeigt den Mann mit dem in einer Papiertüte eingewickelten Baby im Arm.

Der Vorfall geschah schon am Montag vor einer Woche. Aufnahmen einer Videokamera zeigen, wie der Vater das Neugeborene in den Müllcontainer steckt und anschließend weggeht. Durch die Videoaufnahmen habe er einen Tag später identifiziert und festgenommen werden können, so das Blatt. Die Eltern waren demnach unverheiratet und lebten seit mehr als zwei Jahren zusammen. Die Frau sei gut im achten Monat schwanger gewesen, als die Geburt eingesetzt habe. Es sei nicht genug Zeit gewesen, um ins Krankenhaus zu kommen, habe der Mann angegeben.

Nachdem er den Säugling in den Container geworfen hat, geht der Vater einfach weg.

Gerettet wurde das Baby von einer älteren Frau, die den Säugling in dem Müllcontainer entdeckt hatte. die Lippen und Wangen des Neugeborenen seien von der Kälte schon blau angelaufen gewesen. Nach Angaben der Polizei der Stadt Xuanwei, wurde das Baby nach einer Untersuchung im Krankenhaus in ein Kinderheim gebracht.

Eltern dachten, Baby sei „nicht mehr zu retten“

Dem Bericht zufolge, hatten die Eltern geglaubt, ihre Tochter sei „nicht zu retten gewesen“, weil die Haut des Neugeborenen nach der Geburt leicht grün und lila gewesen sei. Der Mann habe das Baby dann in ein Handtuch gewickelt und in die Einkaufstüte gepackt. 

Die Eltern müssen sich nun vor Gericht verantworten, berichtet die Zeitung weiter. Während der Vater in Haft sitzt, durfte die Mutter auf Kaution frei. 

va/dpa

Rubriklistenbild: © Screenshot Überwachungskamera / Police/Yunnan Daily

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