Weihnachts-Wetter: Das Fest wird grün

Offenbach - Schlechte Nachrichten vom Wetterdienst: Es besteht keine Hoffnung mehr auf weiße Weihnachten - diesmal wird das Fest grün. Mancherorts werden zehn Grad plus erwartet. Auch die Prognose für die Feiertage steht bereits.

Wer die Feiertage in verschneiter Landschaft verbringen will, muss hoch hinaus: „Für die Alpen gibt's auf alle Fälle eine Schneegarantie“, sagte Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach in einem Gespräch mit dpa audio. Weiter unten ist es viel zu mild für Schneeflocken. Tief „Martin“ bringt das „Weihnachts-Tauwetter“, das in den meisten Jahren in Deutschland Winterfreuden an den Feiertagen vermasselt.

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Nach den Erfahrungen der Meteorologen gibt es in 70 Prozent der Jahre so einen Warmluftvorstoß um den 20. Dezember. Dieses Jahr führt die Warmfront von Tief „Martin“ sehr milde Meeresluft nach Deutschland, so dass es bis in die Gipfellagen der Mittelgebirge taut. „Deshalb gestaltet sich der Freitag bei trübem Wetter und Nieselregen ziemlich unwinterlich“, sagte DWD-Meteorologe Christian Herold am Donnerstag. Im Nordwesten steigen die Temperaturen auf zehn Grad plus. Das werde die letzten Schneereste vom Dienstag schmelzen lassen.

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Zu Heiligabend am Samstag ist es wieder kälter, aber nur oberhalb von 500 Metern kann es ein wenig schneien. Weiße Weihnachten werde es höchstens im Bergland oberhalb von 600 Metern geben, im Flachland bleibe es grün, sagte Herold voraus. An den restlichen Feiertagen ist es im Norden trüb mit Sprühregen und Temperaturen um fünf Grad. Im Süden wird es ein wenig kälter. Dort lässt sich auch mal die Sonne blicken, aber vielerorts bleibt es neblig.

Im vergangenen Jahr hatte ganz Deutschland weiße Weihnachten erlebt. Allerdings zeigte der Winter auch seine Schattenseiten: An Heiligabend saßen Tausende Bahnreisende im Schnee- und Eis-Chaos fest, weil der Schienenverkehr teilweise zum Erliegen gekommen war; Straßen waren spiegelglatt oder von Schneewehen blockiert, Flüge fielen aus.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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