Waschbär besetzt Justizgebäude

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Raubtiere unter sich: Neugierig betrachtet der Waschbär den steinernen Löwen an der Fassade des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes

Leipzig - Ein tierischer Hausbesetzer hat das Leipziger Bundesverwaltungsgericht in Beschlag genommen. Seit Tagen haust ein Waschbär auf dem Sims der Gebäudefassade.

Leipzig hat eine neue Attraktion: Touristen und Einheimische können einem waschechten Waschbären beim Schlafen zusehen. Das Tier ruht sich dort von seinen nächtlichen Raubzügen aus. Möglicherweise ist es bei der Suche nach Futter aus den nahe gelegenen Grünflächen bis zu dem Justizgebäude im Zentrum der Stadt vorgedrungen, sagte eine Gerichtssprecherin der dapd. Am liebsten schlafen Waschbären in den Baumhöhlen alter Eichen, aber auch Steinbrüchen, Gestrüpp oder  Dachsbauten dienen ihnen als Bett. In diesem Fall musste eben, als der Morgen dämmerte, der Sims der Gebäudefassade als Schlaffelsen herhalten.

Waschbären sind ausgezeichnete Kletterer, deswegen muss man sich keine Sorgen um den kleinen Kerl machen. Er wird von ganz alleine von seinem Ersatz-Unterschlupf klettern, wenn ihm danach ist. 

Ursprünglich stammt der Procyon lotor, so sein lateinische Name, aus Nordamerika. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die größte Kleinbärenart auch in Mitteleuropa anzutreffen. In Großstädten sind diese anpassungsfähigen, äußerst intelligenten Säugetiere keine Seltenheit mehr. Sie verlieren nach und nach die Scheu vor dem Menschen. Das sehen viele Experten mit Sorge, denn Waschbären können auch Schäden anrichten und Krankheiten auf den Menschen übertragen.

dapd/hn

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